Ein Jahr Bau-Turbo: Ministerin sieht erste Effekte

Bezahlbarer Wohnraum bleibt knapp. Der Bau-Turbo soll durch Bürokratieabbau den Wohnungsbau vorantreiben. Hilft's?
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Bauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht den Bau-Turbo auf einem guten Weg.
Bauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht den Bau-Turbo auf einem guten Weg. © Katrin Luxenburger/dpa
Berlin

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht positive Effekte des sogenannten Bau-Turbos: Er komme in der Praxis an, erste Ergebnisse eines Monitorings seien bemerkenswert, sagte sie in Berlin. "Es wird aber auch deutlich: Wir legen gerade erst los."

Der Bau-Turbo ist ein Instrument des Bauministeriums, das bürokratische Hürden beim Wohnungsbau mindern soll. Er trat im Oktober 2025 in Kraft. Bau-Genehmigungen sollen damit schneller und leichter erteilt werden. Allerdings: Die Teilnahme der Kommunen ist freiwillig. Daten, wie viele Kommunen das Instrument nutzen, hat das Ministerium nicht. 

Bei einer Befragung hätten sich lediglich 393 der insgesamt fast 11.000 Kommunen in Deutschland zurückgemeldet. Das Ministerium sagt selbst: Diese Zahlen sind nicht repräsentativ. 

Zündet der Bau-Turbo?

Schätzungen zufolge fehlen etwa eine Million Wohnungen in Deutschland. Vor allem in Ballungsräumen ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland so wenige Wohnungen fertiggestellt wie seit dem Jahr 2012 nicht: 206.600 fertige Einheiten bedeuteten einen Rückgang um 18 Prozent zum Vorjahr. 

"Insgesamt werden wir die ersten gebauten Wohnungen mit dem Bau-Turbo wahrscheinlich nächstes Jahr erst sehen", sagte Hubertz. Laut Statistischem Bundesamt sind die Bau-Genehmigungen im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum tatsächlich hochgegangen. Wie viele davon durch den Bau-Turbo beschleunigt oder ermöglicht wurden, ist nicht klar.

Genehmigt ist nicht gebaut

Allerdings: Genehmigte Wohnungen bedeuten nicht, dass diese tatsächlich fertiggestellt werden. Der Knackpunkt hier: die Finanzierung. Bauen ist teuer und so scheitern neue Vorhaben oft am Geld. Auch Hubertz räumte ein: "Zur Wahrheit gehört auch, die Baukosten haben sich in den letzten Jahren einfach noch weiter nach oben entwickelt. Durch Krieg, durch Krise, die Zinswende. Das macht den Baustellen zu schaffen." Daher müsse man sich auch mit den Baukosten intensiver auseinandersetzen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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