Die Ergebnisse von Schulzes Plastikgipfel

Das umweltschädliche Plastik ist überall. Mit unverpacktem Gemüse, Brotzeitboxen an der Frischetheke und Spülmittel in Mehrwegflaschen soll dagegen angegangen werden: Die Ergebnisse des "Verpackungsgipfels".
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Auf Schulzes Plastikgipfel wurde die Zukunft der Verpackung und Möglichkeiten zur Reduktion von Plastik mit Umweltschutzverbänden, Handelsketten und Lebensmittelherstellern diskutiert.
Daniel Bockwoldt/AZ-Archiv/dpa Auf Schulzes Plastikgipfel wurde die Zukunft der Verpackung und Möglichkeiten zur Reduktion von Plastik mit Umweltschutzverbänden, Handelsketten und Lebensmittelherstellern diskutiert.

Das umweltschädliche Plastik ist überall. Mit unverpacktem Gemüse, Brotzeitboxen an der Frischetheke und Spülmittel in Mehrwegflaschen soll dagegen angegangen werden: Die Ergebnisse des "Verpackungsgipfels".

Berlin - Wie lässt sich die steigende Flut an Plastikmüll eindämmen? Darüber hat Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) heute beim ersten "Verpackungsgipfel" in Berlin mit Handelsketten, Lebensmittelherstellern und Umweltschutzverbänden beraten. Anschließend kündigte Schulze bis zum Herbst "konkrete Vereinbarungen" an.

Das soll sich bei den Plastikverpackungen ändern

Mehr unverpacktes Obst und Gemüse – wie lässt sich das erreichen? Für Schulze ist die in Plastikfolie eingeschweißte Gurke das Paradebeispiel für die Produktion überflüssigen Plastikmülls. Supermärkte sollen künftig deutlich mehr Obst und Gemüse unverpackt anbieten, fordert die Ministerin von den Handelsketten. Setzt sie sich durch, können Kunden mehr Äpfel in wiederverwendbaren Netzen oder Beuteln nach Hause tragen.

Was ist mit Käse oder Wurst? Dass Käse, Wurst und andere Lebensmittel an der Frischetheke direkt in die mitgebrachte Mehrwegbox gepackt werden, ist die Ausnahme. Künftig soll das überall möglich sein. Mehr Mehrwegflaschen und Nachfüllbeutel für Spül- oder Waschmittel sollen zusätzlich Verpackungsmüll reduzieren.

So stehen Handel und Produzenten zu Schulzes Plänen

Unterstützt der Handel die Pläne der Umweltministerin? Angekündigt hat er es zumindest. Allerdings verwies der Handelsverband Deutschland auf die Mitverantwortung von Lebensmittelindustrie und Recyclingwirtschaft. Laut Edeka bestehen 75 Prozent der Waren im Sortiment aus Markenartikeln, die mitsamt der Verpackung geliefert werden.

Welche Rolle spielen die Produzenten von Verpackungen? Die Richtlinie müsse sein: so wenig Verpackung wie möglich, aber so viel wie nötig, damit die Ware ausreichend geschützt ist, hieß es von der Kunststoffverpackungsindustrie. Was zähle, sei die Ökobilanz. Und die sei etwa bei einem Plastikbeutel meist besser als bei einer Papiertüte.

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