Das Jahr der Frau?

Die AZ-Landtagskorrespondentin Angela Böhm über Alpha–Frauen und die CSU.
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Angela Böhm
Daniel von Loeper Angela Böhm

Die AZ-Landtagskorrespondentin Angela Böhm über Alpha–Frauen und die CSU.

Die CSU hat das Jahr 2011 zum Jahr der Frau ausgerufen, um ihren Frauenanteil zu stärken. Was derzeit in den Reihen der Christsozialen aber abgeht, erinnert mehr an Frauen-Feindlichkeit und Hexen-Verbrennung: Weil eine Alpha-Frau es wagt, gegen einen leibhaftigen Minister zu kandieren, will man sie aus der Partei werfen. Dabei hatte Horst Seehofer vergangene Woche in Kreuth noch getönt, in einer Demokratie sei es „selbstverständlich, dass es auch Auswahl gibt“. Damit aber hat er nur sich und Karl-Theodor zu Guttenberg gemeint.

Ein ganz anderer Maßstab wird bei der Medienprofessorin Gabriele Goderbauer-Marchner angelegt. Aber die wird bei ihrer Kandidatur gegen Staatskanzlei- Minister Siegfried Schneider ja von der FDP und der bayerischen Opposition unterstützt.

Dabei müsste die CSU jubeln, dass sie solche Top- Frauen in den Reihen hat. Sie aber tut das Gegenteil und setzt alles daran, die Fach-Frau als Krawall-Frau abzustempeln. Die CSU ist nämlich gar nicht auf sie als Kandidatin gekommen, weil sie nicht nach einer Expertin gesucht hat. In Wahrheit geht’s nicht um Qualifikation bei der Wahl des obersten Medienwächters. Sondern um Seehofers eigenen Wahl: Der braucht Schneiders Eichstätter Stimmkreis, um bei der Landtagswahl 2013 antreten zu können. Nun liegt es bei den 47 Medienräten: Ob sie bei ihrer Wahl entscheiden, wer den Job am besten kann. Oder ob sie den Weg für Seehofer frei machen.

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