Bundesbank-Präsident erwartet mehr Wirtschaftswachstum

Die positiven Nachrichten für die deutsche Wirtschaft mehren sich. Auch die Bundesbank blickt zuversichtlicher auf 2026. Sorge bereitet ihrem Präsidenten das Erstarken von Euro-Gegnern.
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Bundesbank-Präsident Joachim Nagel sieht die deutsche Wirtschaft auf gutem Weg zu mehr Wachstum (Archivbild)
Bundesbank-Präsident Joachim Nagel sieht die deutsche Wirtschaft auf gutem Weg zu mehr Wachstum (Archivbild) © Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Frankfurt/Main

Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank 2026 deutlich stärker wachsen als bisher prognostiziert. Auf Grundlage der ersten beiden Quartale sei Deutschland "auf dem besten Weg, in diesem Jahr etwa ein Prozent zu erreichen, was deutlich besser ist als unsere Prognose vom Juni", sagte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel der französischen Tageszeitung "Le Monde". Im Juni hatte die Bundesbank für das laufende Jahr preis- und kalenderbereinigt 0,5 Prozent Plus vorhergesagt. 

In den ersten beiden Quartalen des laufenden Jahres legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um 0,4 Prozent beziehungsweise 0,3 Prozent zu. Auch im Schlussquartal 2025 war die deutsche Wirtschaft gewachsen. 

Das Wachstum sei zwar nach wie vor nicht sehr hoch, stellte Nagel fest. Die Exportzahlen seien jedoch zuletzt recht solide gewesen, die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe zufriedenstellend. 

Nagel: Euro-Ausstieg wäre extrem gefährlich

Zugleich warnte Nagel vor dem Erstarken populistischer Parteien. Angesprochen auf den Aufstieg der AfD in Deutschland sagte er: "Es gibt Menschen in Deutschland, die vorgeben, Patrioten zu sein, und gleichzeitig vorschlagen, den Euro aufzugeben. Ich muss daran erinnern, dass Deutschland dank der Einheitswährung enormen Wohlstand erlangt hat - genau wie Frankreich und die gesamte Währungsunion."

Ein Schritt in Richtung ihrer Auflösung wäre unverantwortlich und extrem gefährlich, und das Ergebnis wäre kontraproduktiv, sagte Nagel der Zeitung. "Ich bin aufrichtig besorgt, dass Menschen in Deutschland - und anderswo - einen solchen Weg in Betracht ziehen."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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