Bund bestellt 200 Schützenpanzer und 84 Radhaubitzen

Der Ukraine-Krieg tobt noch immer, die russische Bedrohung hat auch in Deutschland zu höheren Militärausgaben geführt. Davon profitieren zwei deutsche Panzerfirmen.
dpa |
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Ein Puma-Schützenpanzer in einer Halle des Rheinmetall-Werks im niedersächsischen Unterlüß.
Ein Puma-Schützenpanzer in einer Halle des Rheinmetall-Werks im niedersächsischen Unterlüß. © Michael Matthey/dpa
Düsseldorf/München

Die Bundeswehr hat 200 Puma-Schützenpanzer sowie 84 Radhaubitzen bestellt. Das Beschaffungsamt habe einen entsprechenden Puma-Auftrag mit einem Wert von 4,2 Milliarden Euro unterzeichnet, teilten die Rüstungskonzerne Rheinmetall in Düsseldorf und KNDS Deutschland in München mit. 

Der Auftrag geht an ein Gemeinschaftsunternehmen der beiden Waffenschmieden, die sich den Umsatz hälftig aufteilen. Die ersten Schützenpanzer sollen Mitte 2028 ausgeliefert werden.

Die Bestellung geht auf einen bereits 2023 abgeschlossenen Rahmenvertrag zurück, der zunächst zu einem Auftrag von 50 Schützenpanzern führte. Jetzt folgt die zweite, deutlich größere Order. Sie enthält auch Schutzmodule und Lagerbehälter. Der Puma bietet neun Soldaten Platz, darunter sechs Mann als Schützentrupp.

Bestellung von 84 Radhaubitzen 

Außerdem teilte Rheinmetall mit, dass das Bundeswehr-Beschaffungsamt einem anderen Gemeinschaftsunternehmen von KNDS und Rheinmetall einen Auftrag über 84 Radhaubitzen erteilt habe. Inklusive Service und anderer Vertragskomponenten hat der Auftrag einen Wert von 1,2 Milliarden Euro, die 155-Millimeter-Kaliber sollen schrittweise von 2027 bis 2029 ausgeliefert werden. Die Order ist Teil eines Rahmenvertrages über insgesamt 500 Radhaubitzen, die auch von anderen Staaten abgerufen werden können.

Die Haubitzen haben den Angaben zufolge eine Reichweite von bis zu 40 Kilometern, neben ihrer Feuerkraft ist demnach auch ihre schnelle Mobilität ein Vorteil. Das Geschütz ist hochautomatisiert - zwei Mann Besatzung reichen für den Einsatz aus, also Kommandant und Fahrer. 

Die neu entwickelte Radhaubitze kommt auch in der Ukraine zum Einsatz. Deutschland möchte dem von Russland angegriffenen Staat 54 solcher Artilleriesysteme liefern, deren Fahrmodul auf dem Radpanzer Boxer und dessen Geschütz auf der Panzerhaubitze 2000 basiert. Die erste Radhaubitze übergab Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) im Januar, im Laufe des Jahres sollten fünf weitere verschickt werden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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