Aschewolke: Airlines wollen Geld vom Staat

Der Verband spricht von über einer Milliarde Verlust und kritisiert das Krisenmanagement. Die Auswirkungen der Sperrungen seien gravierender als nach dem 11. September 2001.
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Seit Mittwochmorgen fliegen die Maschinen wieder
dpa Seit Mittwochmorgen fliegen die Maschinen wieder

Der Verband spricht von über einer Milliarde Verlust und kritisiert das Krisenmanagement. Die Auswirkungen der Sperrungen seien gravierender als nach dem 11. September 2001.

Der Vulkan gibt vorerst Ruhe, und die Fliegerei will zurück zur Normalität: Mittwochvormittag hat die Flugsicherung den Luftraum ohne Einschränkungen geöffnet. Mindestens noch bis morgen wird es aber dauern, bis die Lufthansa wieder nach Plan fliegen kann. Am Mittwoch sollten 500 Maschinen starten, „normal sind 1800“, sagte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber. Bayerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) rechnet damit, dass es am Flughafen München „noch eine Woche dauern wird, bis wieder voll planmäßig geflogen werden kann“.

Die IATA, der Dachverband der Airlines, fordert „staatlichen Ausgleich“ von europäischen Staaten. Auf rund 1,26 Milliarden Euro schätzt die IATA die Verluste. Die Auswirkungen der Sperrungen seien letztlich gravierender als nach dem 11. September 2001. Nach den Terror-Angriffen hatte die USA ihren Luftraum drei Tage gesperrt.

Lufthansa-Chef Mayrhuber wollte die Verluste seiner Airline nicht beziffern. Dafür sei es noch zu früh. Auch staatliche Hilfe will er nicht: „Wir wollen keinen Rettungsschirm“, sagt er, „wir wollen nur fair behandelt werden.“

Die Sperrungen seien „unverhältnismäßig gewesen“, so IATA-Präsident Giovanni Bisigniani. Deshalb seien staatliche Hilfen gerechtfertigt. Heftige Kritik übt die IATA am europäischen Krisenmanagement: „Es hat fünf Tage gedauert, bis sich die Verkehrsminister zu einer Telefonkonferenz treffen konnten“, kritisierte die IATA. „27 Staten sind nicht in der Lage, bei einem solchen Fallen binnen Stunden Daten zu erheben.“ Mayrhuber von der Lufthansa hielt sich mit Kritik zurück. Es sei „eine einmalige Situation“ gewesen,. Allerdings seien „Gespräche über den Ablauf des Krisenmanagements nötig“, sagte der LH-Boss. mm

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