Beats 360 im Test: Viel Komfort und ein ganz neuer Look
349,95 Euro ruft Beats für seine neuen Over-Ear-Kopfhörer 360 auf. Dafür gibt es aktive Geräuschunterdrückung, Transparenzmodus, personalisiertes 3D Audio und bis zu 32 Stunden Akkulaufzeit. Das auffälligste Merkmal sitzt allerdings außen: Erstmals bei Beats lassen sich sowohl die Ohrpolster als auch das Polster am Kopfbügel austauschen.
Zum Start stehen die Kopfhörer in Schwarz, Wolke, Pink und Himmelblau zur Wahl. Die mitgelieferten Polster bestehen aus einem gestrickten Material namens "Performance Knit". Weitere Sets gibt es in sechs Farben, außerdem werden alternative "Premium"-Polster in Schwarz und Wolke angeboten.
Kendall Jenner und Fußballstars trugen sie schon
Ganz unbekannt sind die Beats 360 allerdings nicht mehr. Schon Monate vor der offiziellen Vorstellung tauchten die damals noch namenlosen Kopfhörer an prominenten Köpfen auf. Unter anderem wurden die Fußballstars Lamine Yamal, Antonee Robinson, Lee Kang-in und Jamal Musiala mit verschiedenen Ausführungen gesichtet. Auch Tennisstar Aryna Sabalenka und Basketball-Legende LeBron James gehörten zu den frühen Trägern.
Ende August wurde schließlich Kendall Jenner in Los Angeles mit einer Variante mit auffälligen neongelben Polstern fotografiert. Zu diesem Zeitpunkt waren die Kopfhörer noch nicht offiziell angekündigt.
Dass Beats die Optik so stark in den Mittelpunkt rückt, passt zum Produkt. Die unterschiedlichen Rahmen- und Polsterfarben lassen sich frei kombinieren. Im spot-on-news-Test wirkt das tatsächlich frisch: Die Kopfhörer können je nach Kombination ziemlich zurückhaltend oder ausgesprochen auffällig aussehen und lassen deutlich mehr Raum für den persönlichen Stil als klassische Over-Ears.
Überraschend leicht auf dem Kopf
Klanglich überzeugen die Beats 360 ebenfalls. Auf die Waage bringen sie immerhin knapp 300 Gramm - auf dem Kopf fühlen sie sich allerdings dennoch überraschend leicht an. Die Gewichtsverteilung funktioniert gut, unangenehmer Druck fällt im Test überhaupt nicht auf.
Gleichzeitig sitzen die Kopfhörer stabil. Das gilt auch bei stärkerer Bewegung und beim Sport. Ob man beim Training grundsätzlich Over-Ears oder lieber kompaktere In-Ears trägt, bleibt natürlich Geschmackssache.
Dafür hat Beats die 360 erstmals bei einem eigenen Over-Ear-Modell nach IPX4 gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt. Wasserdicht sind sie damit zwar nicht, fürs Fitnessstudio ist die Zertifizierung aber ein klarer Vorteil.
Klang und ANC überzeugen
Beim Klang liefern die Beats 360 einen sehr guten Eindruck und bleiben dabei Beats-typisch abgestimmt. Besonders positiv fällt im Test die aktive Geräuschunterdrückung auf, die gleichmäßige Umgebungsgeräusche sehr effektiv ausblendet.
Gut funktioniert ebenfalls der Transparenzmodus. Wie natürlich man die eingespielten Außengeräusche empfindet, bleibt dabei aber natürlich auch immer ein Stück weit Geschmackssache. Zum Funktionsumfang gehören außerdem adaptiver EQ und personalisiertes 3D Audio mit dynamischem Headtracking.
Bis zu 32 Stunden - aber kein Kabelbetrieb
Bei der Akkulaufzeit nennt Beats bis zu 32 Stunden, selbst mit eingeschalteter Geräuschunterdrückung und personalisiertem 3D Audio. Fünf Minuten Laden sollen für bis zu eine weitere Stunde Musikwiedergabe reichen. Auch im Test erweist sich der Akku als ausgesprochen ausdauernd, der Griff zum Ladegerät bleibt entsprechend selten nötig.
Apple-Nutzer bekommen unter anderem Ein-Klick-Kopplung, automatischen Gerätewechsel, "Wo ist?" und Siri. Android unterstützt unter anderem Fast Pair, Find Hub und die Beats-App.
Einen Nachteil gibt es allerdings: Anders als die Beats Studio Pro können die 360 nicht kabelgebunden zur Audiowiedergabe genutzt werden. Auch ein USB-C-Ladekabel liegt den Kopfhörern nicht bei.
Preis und Verfügbarkeit
Die Beats 360 können ab dem 22. September um 16 Uhr für 349,95 Euro bestellt werden. Ab dem 24. September sollen sie im Handel erhältlich sein. Zusätzliche Polster-Kits kosten regulär 59,95 Euro. Zum Marktstart bietet Apple sie allerdings für 9,95 Euro an, solange der Vorrat reicht.
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