Angela Merkel wünscht sich einen KI-Roboter für den Haushalt

Als Angela Merkel 2021 das Kanzleramt verließ, konnten wohl die meisten Menschen mit dem Kürzel KI nichts anfangen. Heute bewegen Anwendungen der Künstlichen Intelligenz die Massen. Nutzt Merkel KI?
dpa |
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Angela Merkel sieht KI positiv, hat aber auch Bedenken.
Angela Merkel sieht KI positiv, hat aber auch Bedenken. © Wolf von Dewitz/dpa
Köln

Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) wünscht sich einen mit Künstlicher Intelligenz ausstaffierten Roboter, der ihr im Haushalt hilft. Es sei ihr Traum, "wenn ich mal älter bin, dass die mir zu Hause die Hausarbeit machen", sagte Merkel bei der Digitalmesse Digital X der Deutschen Telekom in Köln. "Als meine Mutter älter wurde, habe ich immer gedacht: Warum gibt es niemanden, der ihr die Zitrone auspresst, weil ihre Hände das nicht mehr so gut gemacht haben?" 

Bislang seien solche Roboter aber nur "vermeintlich toll" – bis die Technik so weit sei, dauere es wohl noch. "Wovor mir graut, ist, dass da versprochen wird "Er übernimmt Ihre Küchenarbeit" und dann muss ich die ganze Arbeit machen, weil er kennt ja meine Küche nicht und so weiter." Schon bei ganz einfachen Dingen kämen solche Roboter derzeit nicht klar. Sollte sie mal so einen Roboter bekommen, sollte die Einrichtung auch dank KI-Funktion einfach sein – sie wollte "nicht ein Jahr brauchen, um ihn in Gang zu setzen". 

Im Gespräch mit der Publizistin Miriam Meckel beschäftigte sich Merkel mit dem Thema Freiheit in Zeiten der Künstlichen Intelligenz. Grundsätzlich sieht sie KI-Anwendungen positiv. "Es wird unser Leben verbessern, wenn ich nur an die Medizin denke." Man lebe in einem tollen Zeitalter, man müsse das Thema aber verstehen. In der Bildung junger Menschen könnte KI gut eingesetzt werden und bei älteren Menschen könnten sie helfen, etwa bei der Einrichtung eines neuen Fernsehers. 

Warnung vor Abhängigkeit von großen Anbietern 

Merkel gab beim Thema Künstliche Intelligenz zu bedenken, dass auch auf globaler Ebene mehr Absprachen nötig seien, ähnlich wie es bei Atomkraft die Internationale Atomenergiebehörde und bei der Gesundheit die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gebe. Mit Blick auf KI sagte sie: "Wenn da also Risiken nicht mitgeteilt werden, wenn Erfahrungen nicht ausgetauscht werden, wenn nicht eine gewisse Transparenzpflicht der Tech-Unternehmen besteht, (...) dann gehen wir in eine sehr unbestimmte Zeit." Dann könne man in eine Abhängigkeit von großen Anbietern geraten. 

Alles in allem sagte sie über KI: "Wir werden damit leben müssen, und es wird unser Leben verbessern." Die Frage, ob sie denn einen KI-Chatbot nutze, bejahte Merkel, allerdings eher kurz. So sammele sie beim Schreiben von Reden mit KI Informationen aus dem Internet. "Die Rede habe ich nachher selbst geschrieben, keine Sorge."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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