VW gibt beim Up kräftig Gas

Der Kleinwagen ist jetzt mit Gasantrieb zu haben. Sein Mehrpreis lässt sich in rund 55 000 Kilometern wieder hereinfahren.
| ber/ampnet
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Die Eco Up-Tankuhr: Zuerst wird das Erdgas verbraucht, dann kommt der Benzin-Reservetank (l.)dran.
Die Eco Up-Tankuhr: Zuerst wird das Erdgas verbraucht, dann kommt der Benzin-Reservetank (l.)dran.

Der Kleinwagen ist jetzt mit Gasantrieb zu haben. Sein Mehrpreis lässt sich in rund 55000 Kilometern wieder hereinfahren.

München - Der VW Up bekommt einen Öko-Antrieb: Sein bekannter 1,0-Liter-Dreizylinder wurde jetzt auch auf den Einsatz von Erdgas (CNG) ausgelegt und liegt mit einer Leistung von 68 PS ziemlich genau in der Mitte zwischen den beiden Benzinvarianten mit 60 PS und 75 PS.

Laut VW ist der Eco Up das derzeit sparsamste Erdgasauto der Welt. Auf 100 Kilometern verbraucht der Viersitzer nach EU-Norm nur 2,9 Kilo Erdgas. Rund 380 Kilometer weit kommt Gas-Flitzer bei Normverbrauch mit seinen elf Kilogramm Erdgas. Der Verbrauch entspricht einer CO2-Emission von nur noch 79 g/km.

„Analog zum Verbrauch ergeben sich zudem besonders niedrige Kraftstoffkosten”, so ein VW-Sprecher. „Die skizzierten 100 Kilometer kosten mit dem als Zwei- und Viertürer lieferbaren Eco Up in Deutschland knapp über drei Euro. In Italien, dem größten Markt für Erdgasautos in Europa, sind es sogar unter drei Euro.” Günstiger, so die Wolfsburger stolz, könne man derzeit kein anderes Allroundauto fahren.

Weitere 220 Kilometer Reichweite schafft der Eco Up dann notfalls noch mit Benzin. Nach einer ersten AZ-Testrunde rund um den Münchner Flughafen zeigte der Bordcomputer einen Verbrauch von 3,6 Kilo auf 100 Kilometer. Das entspricht einem Benzinverbrauch von rund 5,5 Litern.

Dabei zeichnet sich der kleine Motor naturgemäß nicht durch überschäumendes Temperament aus. Aber seine Elastizität geht in Ordnung. Ab etwa 55 bis 60 Stundenkilometer kann der fünfte (und letzte) Gang eingelegt werden. Zum zügigen Überholen sollte der Fahrer dann allerdings ein bis zwei Gänge zurückschalten.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt mit 164 km/h etwas über der der 60-PS-Version, bei der Beschleunigung von null auf 100 km/h und der Elastizität zwischen 80 und 120 km/h kostet das Erdgas jeweils zwei Sekunden. Nicht zuletzt wegen des etwas niedrigen Drehmoments und den gut 100 Kilogramm Mehrgewicht durch die Gasanlage.

Im Vergleich zum Benziner läuft der Motor aber wegen der sauberen Verbrennung deutlich leiser und spürbar ruhiger. Und unterbietet den Kohlendioxidausstoß des sparsamsten Up-Benziners um immerhin 16 Gramm pro Kilometer.

Der Eco-Up ist mit zwei Erdgastanks ausgerüstet. Einem in der Reserveradmulde, was das Kofferraumvolumen um knapp 40 Liter schmälert. Der zweite befindet sich dort, wo üblicherweise der Benzintank liegt. Von dem sind nur noch zehn Liter Volumen übrig – als eiserne Reserve.

VW will in Zukunft dennoch noch stärker auf Erdgas setzen und kündigt für den Sommer 2013 auch einen CNG-Golf an. Der soll es auf 110 PS und 94 Gramm CO2 je Kilometer bringen. Das Gas soll in Zukunft auch aus Strom von einem Windpark in der Nordsee „methanisiert” werden.

Ab 12950 Euro ist der Gas-Up zu haben, das sind 2575 Euro mehr als beim mit Blue-Motion-Technology ausgestatteten Benziner mit 60 PS. Diese Mehrausgabe lässt sich in etwa 55 000 Kilometern wieder reingefahren.

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