SLS AMG: Einmal berühmt sein

Mal anschauen, mal reinsetzen, mal mitfahren: Wer mit dem Mercedes-Benz SLS AMG mit 571 PS unterwegs ist, kann sich vor lauter Aufmerksamkeit kaum retten - aber auch sehr schnell die Flucht ergreifen.
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Auch geschlossen ein imposanter Anblick: der Mercedes SLS AMG.
Rudolf Huber Auch geschlossen ein imposanter Anblick: der Mercedes SLS AMG.

Mal anschauen, mal reinsetzen, mal mitfahren: Wer mit dem Mercedes-Benz SLS AMG mit 571 PS unterwegs ist, kann sich vor lauter Aufmerksamkeit kaum retten - aber auch sehr schnell die Flucht ergreifen.

So muss es sich anfühlen, wenn man berühmt ist: Man kann keinen Schritt tun (respektive Meter fahren), ohne angestarrt zu werden, wird unentwegt von wildfremden Menschen angesprochen. Und kann sich der geballten Aufmerksamkeit eigentlich nur durch schnelle Flucht entziehen. Dank des Auslösers dieses Hypes klappt das allerdings auch ziemlich einfach: Es geht um den Mercedes-Benz SLS AMG.

Gut 1200 Kilometer in sieben Tagen: Der AZ-Test des 571 PS starken Boliden liefert viele interessante Erfahrungen – und Kontakte: Mal anschauen, mal reinsetzen, mal mitfahren – die Wünsche sind immer die selben. Die größte Schau rund um den SLS ist natürlich das Öffnen und Schließen der Flügeltüren. Auch nicht schlecht: der unglaubliche Sound. Die Zaungäste sind reihenweise hingerissen.

Bei aller Aufregung, die der erste komplett von der Mercedes-Sporttochter AMG gebaute Wagen auslöst: Im AZ-Test geht’s ja um die inneren Werte. Und davon hat der SLS eine Menge zu bieten. Er ist ein reinrassiger Sportwagen allererster Güte. Ein auf Wunsch kompromissloser Racer, der auf der Straße nicht viel Konkurrenz fürchten muss. Schier unglaublich, wie der Achtzylinder mit 6,3 Liter Hubraum den 1,6-Tonner anschiebt: 0 bis 100 in 3,8 Sekunden, 0 bis 200 unter zwölf Sekunden, bei 317 km/h wird abgeregelt. Diese beeindruckenden Zahlen sind die eine, wie sich das in echt anfühlt, ist die andere Sache. Vor allem eher ungeübte Beifahrer fühlen sich ins Cockpit eines startenden Starfighters versetzt, wenn sie brachial in die wie maßgeschneidert passenden Sportsitze gedrückt werden.

Bei Sport + darf das Heck ein bisschen Hula tanzen

Präzise lässt sich der SLS auch noch bei hohem Tempo um die fiesesten Kurven zirkeln. Wird die Fahrwerks-Elektronik auf Sport geschaltet, geht alles noch ein bisschen knackiger. Und bei hoher Querbeschleunigung darf das Heck ein wenig Hula tanzen. Wenn kräftig auf die Bremse getreten wird, verzögert die Fuhre, als gäbe es kein Morgen.

Das Beste daran: Man kann, aber man muss nicht. Auch zum Cruisen ist der SLS geeignet, mit reichlich Reserven und einer anständigen Portion Rest-Komfort. Auch lange Strecken lassen sich problemlos abspulen. Und in den 170 Liter-Kofferraum passt zumindest die kleine Wochenend-Ausstattung für Zwei locker rein.

177 310 Euro muss man mindestens für den potenten Schwabenpfeil ausgeben. Das ist ein Haufen Geld, aber angesichts von Fahrleistungen und Exklusivität korrekt kalkuliert. Der Normverbrauch von 13,2 Liter wurde im AZ-Test um gut zweieinhalb Liter übertroffen. Weil doch glatt ein paar einigermaßen freie Autobahn-Passagen auf dem Weg lagen.

Rudolf Huber

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