Skoda Karoq: Der Yeti wird zum Eskimo

Vom sagenumwobenen Schneemenschen zum Ureinwohner Alaskas: Der Nachfolger des altgedienten Skoda Yeti erhält eine neue Bezeichnung: Karoq.
| mid/Thomas Schneider
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Im Vergleich zum Yeti deutlich veränderte Proportionen: Der Karoq ist 16 Zentimeter länger und fünf Zentimeter breiter, aber acht Zentimeter niedriger.
mid/Skoda 3 Im Vergleich zum Yeti deutlich veränderte Proportionen: Der Karoq ist 16 Zentimeter länger und fünf Zentimeter breiter, aber acht Zentimeter niedriger.
Als Motorisierung stehen für den Karoq zunächst zwei Benziner und drei Diesel mit 115 bis 190 PS zur Wahl.
mid/Skoda 3 Als Motorisierung stehen für den Karoq zunächst zwei Benziner und drei Diesel mit 115 bis 190 PS zur Wahl.
Der Nachfolger des Skoda Yeti erhält einen neuen Namen: Karoq.
mid/Skoda 3 Der Nachfolger des Skoda Yeti erhält einen neuen Namen: Karoq.

München - Wie beim großen Bruder Kodiaq entspringt auch der Name des neuen Kompakt-SUV der Sprache von Ureinwohnern in Alaska. Die Alutiiq, ein Ureinwohner-Stamm, der auf einer Insel vor der Südküste Alaskas lebt, nennen Autos in ihrer Sprache "KAA'RAQ", und als "RUQ" bezeichnen sie einen Pfeil - wie er im Markenlogo der Tschechen abgebildet ist. Die VW-Tochter will mit dem Umtaufen des Yeti eine einheitliche Nomenklatur für ihre SUV-Modelle erreichen. Damit "schaffen wir einen außergewöhnlichen und einprägenden Wiedererkennungswert für unsere Kunden", sagt Werner Eichhorn, Skoda Vorstand für Vertrieb und Marketing - eine pfiffige Idee. Der Karoq wird am 18. Mai in Stockholm erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Markteinführung startet im zweiten Halbjahr 2017.

Laut Skoda hat der neue im Bunde aber nicht nur einen neuen Namen: "Der Karoq ist ein komplett neu entwickeltes SUV, das in allen Dimensionen neue Maßstäbe für unsere Marke und in seiner Fahrzeugklasse setzt", sagt der Skoda-Vorstandsvorsitzende Bernhard Maier. Er überzeuge neben den charakteristischen Skoda-Stärken ebenso mit einer neuen emotionalen Design-Sprache in die SUV-Kompaktklasse. Und die soll auch in Zukunft bei der geplanten Erweiterung des SUV-Angebotes konsequent weitergeführt werden.

Und was macht das neue Kompakt-SUV aus Mlada Bolslav aus? Wie schon der Yeti soll auch der Karoq durch ein für Skoda typisches, üppiges Platzangebot für Passagiere und Ladung überzeugen. Im direkten Vergleich ist der Karoq aber mit 4,38 Meter Länge (+16 Zentimeter), 1,84 Meter Breite (+fünf Zentimeter) deutlich größer, aber mit nur 1,61 Meter Höhe um acht Zentimeter niedriger. Das sorgt für ein deutlich sportlicheres Auftreten. Der Radstand wächst um sechs Zentimeter auf 2,64 Meter, was laut Skoda zu mehr Kniefreiheit im Fond und einem größeren Kofferraum führt. Statt 510 Liter des Yeti bei Fünfer-Bestuhlung passen in den Karoq mit der optionalen, verschiebbaren VarioFlex-Rückbank bis zu 588 Liter. Die hinteren Sitze lassen sich außerdem komplett ausbauen, wodurch bis zu 1.810 Liter in den zum Kleintransporter taugenden Tschechen passen.

Neue Talente sind zusätzliche elektronische Helfer, unter anderem ein Park-Assistent, ein neuer Spurassistent und sogar ein Stau-Assistent. Der Karoq findet auf Wunsch anhand von LED-Scheinwerfern den Weg, und erstmalig in einem Skoda ist ein frei programmierbares, digitales Instrumenten-Panel wie bei VW und Audi an Bord.

Das Infotainment stammt wie beim Kodiaq aus der zweiten Generation des modularen Infotainment-Baukastens des VW-Konzerns. Die Topvarianten "Columbus" und "Amundsen" verfügen über einen WLAN-Hotspot, das Columbus-System ist mit LTE-Modul für eine ultraschnelle Internetverbindung erhältlich. Über mobile Dienste kann der Fahrer bei einer Panne Hilfe anfordern, auch ein Notruf ist standardmäßig integriert. Smartphones - die sich auf Wunsch induktiv im Auto laden lassen - werden über die Plattform SmartLink+ mit den Standards Apple CarPlay, Android Auto und MirrorLinkTM eingebunden.

Das Motorenangebot umfasst zwei Benziner und drei Diesel, die Leistungsspanne reicht von 85 kW/115 PS bis 140 kW/190 PS. Alle Aggregate sind turboaufgeladene Direkteinspritzer mit Start-Stopp-Automatik und Bremsenergierückgewinnung. Die Kraftübertragung übernehmen wahlweise ein manuelles 6-Gang-Schaltgetriebe oder ein 7-Gang-Direktschaltgetriebe.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren