Quirliger Allradler im Mini-Format

Im Frühjahr startete der neue Suzuki Vitara mit einem Benzin- und Dieselmotor. Jetzt legen die Japaner leistungsmäßig noch eine Schippe drauf.
| Klaus Brieter
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Dank roter Ringe ist im Inneren ein Hauch Sportlichkeit zu spüren. Für die Handbremse gibt es noch einen echten Hebel.
Suzuki Dank roter Ringe ist im Inneren ein Hauch Sportlichkeit zu spüren. Für die Handbremse gibt es noch einen echten Hebel.

München - Wer nach den Anfängen der heutigen Mini-SUVs auf dem deutschen Markt forscht, der bleibt letztlich an zwei Marken hängen: Daihatsu und Suzuki. Als erster tauchte 1977 der Daihatsu Wildcat auf, Suzuki zog 1980 mit dem LJ80 nach – und eroberte damit rasant die Herzen speziell der jungen Käufer. Daihatsu hat sich mittlerweile hierzulande komplett verabschiedet, während sich Suzuki nach 35 Jahren weiterhin erfolgreich behauptet. Im Frühjahr 2016 wird im Suzuki-Verkauf in Deutschland das Überschreiten der ersten Million Fahrzeuge erwartet.

Die Tradition des LJ80, der mehr ein unkomfortabler Stoppelhopser war als ein erwachsenes Auto, hat Suzuki konsequent kultiviert. Mit einem Zwischenschritt über den SJ startete Suzuki 1988 seine Erfolgsnummer – den Vitara, der im Frühjahr 2015 in seiner jüngsten Fassung an den Start ging. Aber bereits der Ur-Vitara verließ den Weg des reinen Offroaders und mutierte so zum Mini-SUV.

Da sich Händler und Kunden beim aktuellen Modell zusätzlich eine Version wünschten, die mehr Mumm bietet als die beiden bisher angebotenen Aggregate – ein Benziner und ein Diesel mit je 120 PS – hat Suzuki jetzt nachgeladen und den Vitara S auf die Räder gestellt. Unter der Haube werkelt ein neu entwickelter 1,4-l-Turbo mit Benzin-Direkteinspritzung, der den interessanten Namen Boosterjet trägt und es auf 140 PS bringt.

Der kleine Leichtmetallmotor macht den Vitara S zu einem quirligen Burschen: Schon bei 1500 Umdrehungen pro Minute mobilisiert der Sportsfreund, der ausschließlich mit Allradantrieb gekoppelt ist, sein maximales Drehmoment von 220 Nm. Das ermöglicht schaltfaules und sparsames Fahren mit dem manuellen 6-Gang-Getriebe, das sich leider manchmal als etwas hakelig erweist. Gegen 1500 Euro Aufpreis gibt es eine Sechsgang-Automatik

Je nach Einsatzbedingungen kann der Fahrer per Drehknopf auf der Mittelkonsole den Allradantrieb von „Auto“ auf „Sport“, „Snow“ oder „Lock“ umschalten. Äußerlich unterscheidet sich der S von den schwächeren Versionen durch einen markanteren Kühlergrill mit fünf Elementen und Außenspiegel in Satin-Silber. Im Innenraum sind es die roten Elemente wie Ziernähte an den Sitzen und Farbringe um Hauptinstrumente und die Luftausströmer, die dem kleinen Hansdampf einen Flair von Lifestyle einhauchen sollen. Wer will, kann seinen S durch zahlreiche Farbkombinationen individualisieren.

Mit dem Vitara ohne „S“ werden die erhöhte Sitzposition, der verhältnismäßig große und gut nutzbare Kofferraum sowie die eingeschränkte Sicht nach schräg hinten geteilt. Für 26 790 Euro bekommt der Kunde ab sofort ein gut ausgestattetes Mini-SUV, bei dem Klimaautomatik, Rückfahrkamera, LED-Hauptscheinwerfer, Sitzheizung, radargesteuerte aktive Bremsunterstützung, adaptiver Tempomat, 17-Zoll-Felgen und ein Audiosystem mit Smartphone-Anbindung inklusive Navigation serienmäßig an Bord sind. Und wenn der Prospektverbrauch von 5,4 Liter Super im Euromix auch in der Realität möglich ist, dann macht der leistungshungrige Vitara-Käufer auch beim Fahren einen guten Schnitt.

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