Kia Sorento Plug-in-Hybrid im Test: Sympathischer Teilzeit-Stromer

Kia hat vor Kurzem die vierte Generation seines Flaggschiff-SUV Sorento auf den Markt gebracht. Das Modell ist dabei gewachsen, wurde markanter und sicherer. Was die neue Plug-in-Variante kann, haben wir im Autofahrer-Alltag ausprobiert.
| Rudolf Huber
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Der Kia Sorento bietet auf  4,81 Metern Länge bis zu sieben Sitzplätze oder ein Kofferraum-Volumen von maximal 2.077 Litern.
Rudolf Huber 8 Der Kia Sorento bietet auf 4,81 Metern Länge bis zu sieben Sitzplätze oder ein Kofferraum-Volumen von maximal 2.077 Litern.
An der Seitenlinie ist zu erkennen, dass der Sorento zu den größeren SUV im Lande zählt.
Rudolf Huber 8 An der Seitenlinie ist zu erkennen, dass der Sorento zu den größeren SUV im Lande zählt.
Selbstbewusster Auftritt: Der Sorento trägt das aktuelle Kia-Gesicht im XL-Format.
Rudolf Huber 8 Selbstbewusster Auftritt: Der Sorento trägt das aktuelle Kia-Gesicht im XL-Format.
Auf der großen Heckklappe sind die Hinweise auf Allrad- und Plug-in-Antrieb zu finden.
Rudolf Huber 8 Auf der großen Heckklappe sind die Hinweise auf Allrad- und Plug-in-Antrieb zu finden.
Der packt was weg: Neun Säcke Gartenerde passen locker unter die Kofferraum-Abdeckung.
Rudolf Huber 8 Der packt was weg: Neun Säcke Gartenerde passen locker unter die Kofferraum-Abdeckung.
Sehen gut aus, fühlen sich sich hochwertig an und lassen sich einfach bedienen: die Armaturen.
Rudolf Huber 8 Sehen gut aus, fühlen sich sich hochwertig an und lassen sich einfach bedienen: die Armaturen.
Auch im Fond des Sorento finden die Passagiere reichlich Platz vor.
Rudolf Huber 8 Auch im Fond des Sorento finden die Passagiere reichlich Platz vor.
Lahme Sache: Der Plug-in-Akku lässt sich nur mit maximal 3,6 Kilowatt laden.
Rudolf Huber 8 Lahme Sache: Der Plug-in-Akku lässt sich nur mit maximal 3,6 Kilowatt laden.

Mit seinen 4,81 Meter Länge, die bis zu sieben Sitzplätze oder ein Kofferraum-Volumen von maximal 2.077 Litern ermöglichen, zählt der Sorento zweifellos zu den erwachseneren SUV auf unseren Straßen. Er stellt was dar und macht was her, die Optik im aktuellen Kia-Stil ist durchaus ansprechend. Und auch innen geht es hochwertig zu, edle Oberflächen werden mit feinen Materialien kombiniert, die Bedienung des weitgehend, aber nicht zu stark digitalisierten Instrumenten-Panels ist vergleichsweise leicht zu erlernen.

Sehen gut aus, fühlen sich sich hochwertig an und lassen sich einfach bedienen: die Armaturen.
Sehen gut aus, fühlen sich sich hochwertig an und lassen sich einfach bedienen: die Armaturen. © Rudolf Huber

Einsteigen, Startknopf drücken, Wählknopf auf der Mittelkonsole auf "D" stellen – und dann passiert akustisch erst mal nichts. Fuß von der Bremse, sanft das Fahrpedal betätigt, und der Zweitonner setzt sich flüsterleise in Bewegung. Rein elektrisch nämlich, so lange der Akku mit einer Kapazität von 13,8 Kilowattstunden (kWh) voll genug ist und das rechte Pedal nicht zu stark niedergedrückt wird.

Kia Sorento Plug-in-Hybrid: In 8,7 Sekunden von 0 auf 100

Bei Vollgas gibt das große SUV eher unerwartete Töne von sich. Denn der an den E-Motor gekoppelte 1,6-Liter-Benziner klingt bei voller Lastanforderung hell und angestrengt statt wie bei diesem Fahrzeug-Format gewohnt souverän blubbernd oder dezent nagelnd. An der Dynamik, die das Antriebsgespann liefert, lässt sich nichts aussetzen. Die 265 PS Systemleistung bringen den Koreaner in 8,7 Sekunden auf 100 km/h und werden bei 193 km/h eingebremst.

Im Alltag lassen sich mit etwas Zurückhaltung tatsächlich um die 50 Kilometer rein elektrisch schaffen, ehe der Sorento wieder an die Ladestation muss. Weil der Plug-in-Hybrid nur einphasig mit maximal 3,6 kW geladen werden kann, dauert diese Prozedur bis zu vier Stunden. Startet das Doppelherz-SUV mit vollem Akku, konsumiert es auf den ersten 100 Kilometern gut 13 Kilowattstunden Strom und knapp über vier Liter Sprit.

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Auf Langstrecke schnellt der Benzinverbrauch aber flott nach oben, bei munterer Autobahn-Fahrt sind auch mal zehn Liter je 100 Kilometer drin. Was wieder einmal zeigt, dass Plug-in-Hybride nur Sinn machen, wenn sie artgerecht bewegt werden: regelmäßig Strom tanken und lange Strecken meiden. Als Kilometerfresser sind Dieselmotoren nach wie vor deutlich besser geeignet – und auch billiger.

Dank Allradantrieb auch auf Kies und Schotter gut unterwegs

Ab gesehen vom angestrengten Motorsound bei Volllast ist der Sorento Plug-in ein überzeugendes SUV-Angebot. Er fährt dank seines aufwendigen Fahrwerks und vieler elektronischer Helfer sicher und komfortabel, vermittelt Souveränität und einen guten Überblick, ist mit allem ausgestattet, was gut und angenehm ist und kommt dank seines Allradantriebs auch auf Kies und Schotter gut voran. Immerhin bis zu 1.500 Kilo darf das Strom- und Benzin-SUV an den Haken nehmen, die Zuladung beträgt gut eine halbe Tonne: Seine Eignung als einer, der ordentlich was aufladen und wegpacken kann, steht außer Frage.

Der packt was weg: Neun Säcke Gartenerde passen locker unter die Kofferraum-Abdeckung.
Der packt was weg: Neun Säcke Gartenerde passen locker unter die Kofferraum-Abdeckung. © Rudolf Huber

Kia Sorento Plug-in-Hybrid: Preise beginnen bei knapp 54.000 Euro

53.940 Euro kostet der Plug-in-Sorento mindestens, davon kann noch die Innovationsprämie abgezogen werden. Wer sich etwas mehr gönnen will und die feinste Ausstattungsstufe Platinum wählt, ist ab 61.940 Euro dabei – Premium-Audiosystem von Bose mit zwölf Lautsprechern samt Subwoofer und viele weitere Feinheiten inklusive.

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