Jeep Renegade 4xe: Mit Strom und Sprit

Jeep und 4x4 – das gehört untrennbar zusammen. Denkt man, stimmt aber nicht mehr unbedingt. Denn das kleinste Jeep-Modell gibt es sehr wohl mit Frontantrieb. Zumindest in den Versionen mit Benzin- und Dieselantrieb. Wer Allrad will, muss eine der beiden Plug-in-Versionen wählen. Das haben wir gemacht – und natürlich haben wir die stärkere Variante ausgesucht.
| Rudol Huber
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Der Jeep Renegade 4Xe ist gerade in der Stadt besonders lange elektrisch unterwegs.
FCA 7 Der Jeep Renegade 4Xe ist gerade in der Stadt besonders lange elektrisch unterwegs.
Auch Umweltzonen sind für den Halb-Elektriker kein Problem.
FCA 7 Auch Umweltzonen sind für den Halb-Elektriker kein Problem.
Der Akku ist an der Steckdose in fünf und an der Wallbox in knapp zwei Stunden vollgeladen.
FCA 7 Der Akku ist an der Steckdose in fünf und an der Wallbox in knapp zwei Stunden vollgeladen.
Die Kombination aus Benziner und E-Motor produziert eine Systemleistung von 240 PS.
FCA 7 Die Kombination aus Benziner und E-Motor produziert eine Systemleistung von 240 PS.
Bunte Dekorteile sorgen für Abwechslung im etwas tristen schwarzen Interieur-Allerlei.
FCA 7 Bunte Dekorteile sorgen für Abwechslung im etwas tristen schwarzen Interieur-Allerlei.
Über den Touchscreen werden auch die Hybrid-Einstellungen gesteuert.
FCA 7 Über den Touchscreen werden auch die Hybrid-Einstellungen gesteuert.
Auch der Plug-in-Renegade ist ein echter Allradler mit allem Drum und Dran.
FCA 7 Auch der Plug-in-Renegade ist ein echter Allradler mit allem Drum und Dran.

München – Der kombinierte Benzin- und Stromantrieb startet beim engen Verwandten des Fiat 500X bei einer Systemleistung von 190 PS. Schon diese Version ist wenig überraschend auf Wunsch schon recht munter unterwegs, sie schafft den 100er-Sprint in 7,5 Sekunden und ist maximal 182 Sachen schnell. Der von uns ausprobierte Renegade 4xe legt nochmal 50 Pferdestärken drauf, deswegen schafft er es in 7,1 Sekunden auf 100 und darf bis zu 199 km/h rennen.

Nach den merkwürdigen Algorithmen der WLTP-Verbrauchsnorm schluckt der stärkere 4xe 2,0 Liter Super und kommt mit der Kraft seiner  11,4-kWh-Batterie rund 50 Kilometer weit – mit maximal 130 Sachen. In der Realität sind bei zurückhaltender, artgerechter Fahrweise rund 40 Kilometer mit Strom kein Problem. Dank der drei Hybrid-Fahrmodi lässt sich ganz einfach zwischen maximaler Power und möglichst niedrigem Verbrauch wählen.

Renegade 4xe: Für wen der  Plug-in-Hybrid  in Frage kommt

Wobei die volle Kraft seiner 240 PS den gut 1,8 Tonnen schweren Plug-in-Jeep wirklich zu einem munteren Gesellen macht. Gerade Zwischenspurts etwa beim Einfädeln schüttelt der Italo-Amerikaner dank des unterstützenden E-Motors quasi aus dem Ärmel. Dass seine Karosse nicht unbedingt ein Musterbeispiel an aerodynamischem Feinschliff ist, spürt man bei schnellen Autobahnfahrten: Der Winddruck setzt ihm ganz schön zu. Letztlich schluckt er bei verschärftem Schnellbahn-Einsatz um die acht Liter, im Testschnitt kamen wir wegen einiger Fahrten von weit über 50 Kilometern mit knapp fünf Litern davon.

Auch Umweltzonen sind für den Halb-Elektriker kein Problem.
Auch Umweltzonen sind für den Halb-Elektriker kein Problem. © FCA

Das zeigt zum wiederholten Mal: Wer einen Plug-in-Hybrid kauft, sollte zumindest im Alltagsleben immer problemlosen Zugriff auf eine Lademöglichkeit haben – sonst macht die aufwendige Technik, die im Renegade übrigens sehr fein zusammenarbeitet, überhaupt keinen Sinn. Das gilt auch für Käufer, die auf die halbierte Dienstwagensteuer und die satte Umweltprämie schielen.

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Ein wirklich positiver Aspekt beim kleinen Jeep: Dank seines sehr robust ausgelegten Riemengenerators geht ihm im Vierradbetrieb auch bei wenig Strom im Akku nicht die Puste aus. So gesehen ist der Renegade, speziell als robuster Trailhawk, tatsächlich ein echter Jeep. Außerdem gibt es die 240-PS-Ausführung noch als gleich teure Version S.

Pures Jeep-Gefühl im Renegade 4xe

Die Ausstattung mit dem Konnektivitäts-System UConnect und mit reihenweise elektronischen Assistenten ist voll auf der Höhe der Zeit. Das Fahrverhalten des Renegade ist für einen hochbeinigen Allradler mit ernsthaften Offroad-Ambitionen angemessen. Klar ist der 4,23 Meter lange Jeep kein superschneller Kurvenkünstler. Aber er stellt Pilotin oder Pilot auch nicht vor Probleme, wenn's mal ein bisschen flotter ums Eck geht.

Bunte Dekorteile sorgen für Abwechslung im etwas tristen schwarzen Interieur-Allerlei.
Bunte Dekorteile sorgen für Abwechslung im etwas tristen schwarzen Interieur-Allerlei. © FCA

Angesichts der überschaubaren Dimensionen ist es durchaus erwähnenswert, dass auch der Renegade für eine dicke Portion pures Jeep-Gefühl steht: vom Interieur mit stabilen Griffen, sicher fixierenden Sitzen und robusten Schaltern und Knöpfen bis hin zum typischen Jeep-Ausblick über die große Motorhaube. 42.600 Euro sind dafür beim stärkeren 4xe fällig, abzüglich des Jeep-Umweltbonus in Höhe von bis zu 10.000 Euro.

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