Hyundai und der Dreizylinder

Pünktlich zum 25. Geburtstag in Deutschland bringt Hyundai die neue Ausstattungsvariante Active und zwei neuen Motorisierung für den i20.
| mid/mk
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Aus Europa für Europa: Der i20 wurde im Hyundai Entwicklungszentrum in Rüsselsheim gestylt und der neue Dreizylindermotor hier zur Serienreife gebracht.
Hyundai 2 Aus Europa für Europa: Der i20 wurde im Hyundai Entwicklungszentrum in Rüsselsheim gestylt und der neue Dreizylindermotor hier zur Serienreife gebracht.
Im Hyundai-Entwicklungszentrum werden Fahrsituationen simuliert, die es nur in Deutschland manchmal noch gibt. Vollgasfahrten auf der Autobahn etwa.
Hyundai 2 Im Hyundai-Entwicklungszentrum werden Fahrsituationen simuliert, die es nur in Deutschland manchmal noch gibt. Vollgasfahrten auf der Autobahn etwa.

München - Der seit Ende 2014 angebotene i20 bekommt einen neuen Dreizylindermotor mit nur einem Liter Hubraum, dem ein Turbolader auf die Sprünge hilft. Zwei Versionen sind im Angebot, die eine leistet 100, die andere schafft 120 PS. Ihre Drehmomentspitze von 172 Newtonmeter liegt zwischen 1.500 und 4.000/min an. Als Normverbrauch für den blue 1.0 T-GDI, so die Motorenbezeichnung, nennt Hyundai Werte von 4,3 bis 4,8 Liter Benzin auf 100 Kilometer im Fünftürer, 4,8 Liter Treibstoff verlangt das dreitürige Coupé auf der Standarddistanz, die neue Crossover-Karosserieversion i20 Active soll 4,5 bis 5,1 Liter Benzin konsumieren.

Sehr willig nehmen beide Dreizylinder den Gasbefehl an, drehen munter und spontan hoch, zeigen sich durchzugsstark und agil. Das Turboloch ist in der Tat zu einer kaum mehr wahrnehmbaren Delle geworden. Nicht ganz so charmant ist die Kultivierung der 1,0-Liter-Maschinen gelungen. Rau und nörgelig ist ihr Lauf, Vibrationen sind deutlich spürbar. Auch das serienmäßige Start-Stopp-System beider Triebwerke arbeitet mit einem kleinen Ruck, wenn die Maschine abgestellt wird und mit einem großen, wenn sie ihre Arbeit wieder aufnimmt. Gewonnen haben naturgemäß die Fahrleistungen. In 10,7 bzw. 10,2 beschleunigt der fünftürige i20 von 0 auf 100 km/h, als Höchstgeschwindigkeit erreicht der Kleinwagen 188 bzw. 190 km/h.

Mit einem Anteil von rund zehn Prozent am i20-Modellmix rechnet Hyundai für die Karosserievariante Active, deren Bodenfreiheit um zwei Zentimeter erhöht wurde. Mit den optischen Attributen eines SUV soll der 4,07 Meter lange Hyundai designorientierte Kundschaft locken. Hierzu zählen unter anderem eine Dachreling, der Unterfahrschutz vorne und hinten, schwarze Radlauf-Beplankungen sowie Leichtmetallräder im 17-Zoll-Format.

Die Ausstattung kann sich sehen lassen, bereits in der Ausstattungsstufe Classic hat der i20 unter anderem eine Klimaanlage, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, ein Radio und sechs Airbags an Bord. Das nächsthöhere Niveau Trend bietet darüber hinaus Nebelscheinwerfer, Abbiegelicht, Spurhalte-Assistent, ein beheizbares Lederlenkrad und einen Tempomat. Die Spitzenausstattung Style beschert obendrein abgedunkelte Scheiben, Regen- und Lichtsensor sowie eine Einparkhilfe vorne und hinten.

Die Preise für die neuen Varianten liegen bei 15.650 und 17.450 Euro für den i20, wobei die mit einem manuellen Fünfganggetriebe kombinierte 100-PS-Maschine schon mit der Ausstattung Classic zu haben ist. Das 120-PS-Triebwerk (mit Sechsgang-Handschaltung) ist erst ab Ausstattungsniveau Trend im Angebot. Der Active startet bei 17.100 bzw. 19.500 Euro, das Coupé offeriert Hyundai für 17.950 bzw. 18.600 Euro.

Für das nächste Jahr ist eine Überarbeitung des Kleinwagens avisiert, dann soll auch die technisch überholte Vierstufen-Automatik durch ein moderneres Wandlergetriebe ersetzt werden. Der Fahrplan für 2016 sieht ein Facelift des SUV Santa Fe im Mai und der Genesis-Limousine im Dezember vor. Das Hybrid-Auto Ioniq wird im Oktober sein Debüt in Deutschland geben.

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