Geschmeidig ums Eck

Unterwegs mit dem BMW 3er touring mit dem 184 PS starken Zweiliter-Diesel – ein Erlebnis der besonders dynamisch-sparsamen Art.
| Rudolf Huber
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Ergebnis des AZ-Tests: Mehr Auto als den 3er BMW touring mit Zweiliter-Diesel braucht eigentlich kein Mensch.
Fabian Kirchbauer/BMW Ergebnis des AZ-Tests: Mehr Auto als den 3er BMW touring mit Zweiliter-Diesel braucht eigentlich kein Mensch.

München - Wundern Sie sich nicht, wenn Sie Autofahrer sehen, die am Heck ihres Wagens eifrig Fußtritte in die Luft austeilen. Bei Besitzern eines BMW 3er touring, wie ihn die AZ getestet hat, könnte es Ihnen zum Beispiel passieren. Auch bei ihm lässt sich die Heckklappe auf diese etwas seltsam anmutende Art öffnen.

Das ist aber nicht das einzige praktische Detail, das den täglichen Umgang mit dem Erfolgs-Bayern angenehmer macht. Mit 495 Litern ist der Gepäckraum zwar nicht riesig, aber alltags- und freizeittauglich. Die gedrittelt umklappbare Rücksitzbank trägt ebenfalls zum Gefühl bei, ein klug entwickeltes Auto zu bewegen.

Ein durchaus raumgreifendes Cockpit, wie auf Maß geschneiderte Vorder- und angenehm dimensionierte Rücksitze – das ist das Gefühl für die Passagiere. Die Bedienung des 3er ist einfach und auch in Details praxisorientiert gelöst, die Materialien sind angenehm anzufassen. Insgesamt ist das alles sehr erfreulich.

Nur haben wir das allerpositivste Kapitel noch gar nicht erwähnt: die sprichwörtliche Freude am Fahren. Im AZ-Testwagen war dafür der Zweiliter-Diesel mit 184 PS zuständig, der sich laut eher praxisfremder EU-Verbrauchsnorm mit 4,1 Litern zufrieden gibt. Der sich aber auch im Alltagsleben durchaus mit Werten zwischen fünf und sechs Litern zufrieden gibt, ohne dass der Wagen zum Verkehrshindernis mutiert.

Auch wer eher der flotten Fortbewegung anhängt, kommt – wie beim AZ-Test – mit 6,2 Litern zügig voran.

Dabei beeindruckt das BMW-Aggregat mit sehr gepflegten Manieren, es zieht sauber und sehr nachdrücklich durch und wird in keiner Lebenslage laut.

Wer noch in so feine Sachen wie die adaptive Dämpfung oder die variable Sportlenkung investiert hat, kann die Fahrwerks- und Dynamikqualitäten des Sport-Kombis noch besser genießen: Cooler und flinker kommt derzeit keiner in dieser Klasse ums Eck – der Konkurrent aus Stuttgart, die künftige C-Klasse (erster Fahrbericht in Kürze) steht jedenfalls vor keiner einfachen Aufgabe.

In einer Hinsicht werden sich die beiden Kombis aber auf jeden Fall nichts nehmen: Bei den Grund- und bei den Preisen für die Sonderausstattungen. Der 3er touring jedenfalls ist schon mit einem Basispreis von 37650 Euro gut dabei – und die Ausstattungsliste ist elend lang.

 

 

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