Fünf Koreaner greifen an

 "Alles, außer gewöhnlich" lautet der Werbeslogan des SsangYong Tivoli. So lässt sich auch die gesamte Modellpalette des koreanischen Autobauers charakterisieren.
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Erfolgsmodell aus Korea: der SsangYong Tivoli verkauft sich auch in Deutschland ziemlich gut.
Mirko Stepan/mid 4 Erfolgsmodell aus Korea: der SsangYong Tivoli verkauft sich auch in Deutschland ziemlich gut.
Seit 2016 ist der SsangYong Korando mit zwei neuen Motoren nach Euro-6-Norm zu haben: einem 2,2-Liter-Diesel- oder 2,0-Liter-Benzinmotor.
Mirko Stepan/mid 4 Seit 2016 ist der SsangYong Korando mit zwei neuen Motoren nach Euro-6-Norm zu haben: einem 2,2-Liter-Diesel- oder 2,0-Liter-Benzinmotor.
Der Rexton ist das "Zugpferd" der SsangYong-Flotte: Bis zu 3,5 Tonnen beträgt die zulässige Anhängelast.
Mirko Stepan/mid 4 Der Rexton ist das "Zugpferd" der SsangYong-Flotte: Bis zu 3,5 Tonnen beträgt die zulässige Anhängelast.
Der Innenraum des XLV (und auch des Tivoli) wirkt frisch und modern. Die Übersichtlichkeit ist gut und die Bedienung unkompliziert - so soll es in einem modernen Auto sein.
SsangYong 4 Der Innenraum des XLV (und auch des Tivoli) wirkt frisch und modern. Die Übersichtlichkeit ist gut und die Bedienung unkompliziert - so soll es in einem modernen Auto sein.

"Alles, außer gewöhnlich" lautet der Werbeslogan des SsangYong Tivoli. So lässt sich auch die gesamte Modellpalette des koreanischen Autobauers charakterisieren.

Rom - "Wir sind ein kleiner Hersteller und gehen viele Dinge anders an als die Großen", sagt Herman Claes,verantwortlich für SsangYong in Deutschland, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, der Schweiz und Polen. Im Rahmen der "Italian Driving Xperience", einer Italien-Tour von Florenz über Parma nach Mailand, sollen die SUV Korando, Rexton, Tivoli und XLV sowie der Familien-Van Rodius zeigen, was der Reiz an dem Unkonventionellen ist, das die Marke so hervorhebt. Zunächst ist es der Preis. 15 490 Euro kostet das Einstiegs-SUV Tivoli (4,20 Meter lang) mit Frontantrieb, 1,6-Liter-Benziner (94 kW/128 PS) und manuellem Sechsganggetriebe. Der XLV (4,44 Meter lang), der sich mit dem Tivoli die Plattform teilt und bis zur C-Säule weitestgehend identisch ist, kostet in der gleichen Konfiguration 1500 Euro mehr. Der Korando (4,41 Meter lang) beginnt bei 19 990 Euro, für den deutlich größeren Rexton (4,76 Meter lang) werden mindestens 27 190 Euro fällig.

Alle SsangYong-Modelle sind auch mit Allradantrieb und Automatikgetriebe - beim großen SUV Rexton stammt die 7-Stufen-Automatik von Mercedes - zu haben. Hier unterscheidet sich der Hersteller von vielen Konkurrenten, die 4x4 und Automatik in der Regel nicht bei allen Motorenvarianten anbieten. Allerdings hat SsangYong auch jeweils nur einen Benziner und einen Diesel im Programm. Im Korando und Rexton ist der Selbstzünder ein neu entwickeltes Aggregat, das die Euro-6-Norm erfüllt. Mit 2,2 Liter Hubraum leistet der Diesel in beiden Modellen 131 kW/178 PS. So motorisiert ist sogar der rund 2,1 Tonnen schwere Rexton 4WD flott unterwegs - 192 km/h gibt SsangYong für die Variante mit Schaltgetriebe an, beim Automatikgetriebe sind es fünf km/h weniger.

Der Rexton ist das "Zugpferd" der SsangYong-Flotte: Bis zu 3,5 Tonnen beträgt die zulässige Anhängelast.

Für alle SUV-Modelle lässt sich feststellen, dass die Diesel-Motorisierungen der Testfahrzeuge - der 1,6 Liter große Diesel mit 85 kW/115 PS befeuert XLV und Tivoli - einen agilen Eindruck hinterlassen und modellabhängig zwischen 6,0 und 7,5 Liter Diesel verbrauchen. Werte, die in diesen Segmenten durchaus ordentlich und konkurrenzfähig sind.

Ebenfalls positiv fällt das Raumangebot der SsangYong-Flotte aus: im Tivoli beispielsweise ist selbst hinter einem Zwei-Meter-Mann noch ausreichend Beinfreiheit auf der Rückbank, zudem bieten alle Modelle eine hohe Anhängelast (Tivoli: bis 1.500 Kilo; Rexton bis 3.500 Kilo) und teilweise sieben Sitzplätze (Rexton und Rodius). Die kleine Modellpalette ist somit vielfältig genug, um für alle Bedürfnisse etwas zu bieten. Herausforderung der Marke, das wissen auch die Verantwortlichen, ist der Bekanntheitsgrad, vor allem auch hierzulande. Häufig werden die SsangYong-Modelle für China-SUV gehalten, die alles andere als ein gutes Image haben. Das soll sich ändern, daran arbeitet SsangYong mit Hochdruck.

Frisches Design für Zwillingsmodelle

Für den Ausblick, was SsangYong in Zukunft zu bieten hat, und als Markenbotschafter können am besten die zweieiigen Zwillinge XLV und Tivoli herhalten. Denn diese beiden kommen mit einem frischen Design daher. Vor allem innen macht sich das bemerkbar: Die Materialien machen einen hochwertigen Eindruck und wirken nicht billig, und auch die Verarbeitung weist keine sichtbaren Mängel auf. Die beiden Einstiegsmodelle der Marke sind anderen Preis-Leistungs-Meistern wie Kia oder Skoda dicht auf den Fersen - nur an Sicherheits-Assistenten fehlt es. Aber auch hier ist Besserung in Sicht, das Modelljahr 2017 bekommt ein Update in diesem Bereich.

Auch beim Fahrwerk zeigt sich, dass XLV und Tivoli die Richtung vorgeben. Die neueren Modelle liegen satter auf der Straße, vor allem der Rexton schiebt in engeren Kurven etwas über die Vorderräder. Hier wird deutlich, dass es nicht nur die Abmessungen und das Gewicht sind, die einen Nachteil bringen, sondern dass die Neuen eben deutlich weniger Altersringe haben als Korando und Rexton. Letzterer wird 2017 durch einen Nachfolger ersetzt, dessen seriennahe Studie LIV-2 beim Pariser Autosalon 2016 gezeigt wurde.

Der Innenraum des XLV (und auch des Tivoli) wirkt frisch und modern. Die Übersichtlichkeit ist gut und die Bedienung unkompliziert - so soll es in einem modernen Auto sein.

Vielleicht war es ja ein Fingerzeig, dass die "Italian Driving Xperience" einen Zwischenstopp in Cambiano bei der Design-Legende Pininfarina eingelegt hat. Immerhin gehören beide Firmen zur indischen Unternehmensgruppe Mahindra & Mahindra. Ruston Mazda, Senior Designer bei Pininfarina, meint zum aktuellen SsangYong-Design, dass es auf einem guten Weg sei - möglicherweise darf er demnächst einem neuen Modell seinen und den Pininfarina-Stempel aufdrücken. Ein bisschen italienische Eleganz hat noch keinem Auto geschadet.

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