Fortschritt in vierter Generation

Toyotas Hybrid-Pionier Prius war immer sehr speziell. Sein eigenwilliges Design signalisiert: Hier kommt ein ganz spezielles Auto - und eines, das kräftig polarisiert.
| Rudolf Huber/mid
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Markante Frontpartie mit klaren Anleihen bei Toyotas Wasserstoff-Auto Mirai: Der Toyota Prius sticht mit seiner eigenwilligen Design-Sprache aus der Masse heraus.
Rudolf Huber 4 Markante Frontpartie mit klaren Anleihen bei Toyotas Wasserstoff-Auto Mirai: Der Toyota Prius sticht mit seiner eigenwilligen Design-Sprache aus der Masse heraus.
Markante Frontpartie mit klaren Anleihen bei Toyotas Wasserstoff-Auto Mirai: Der Toyota Prius sticht mit seiner eigenwilligen Design-Sprache aus der Masse heraus.
Rudolf Huber 4 Markante Frontpartie mit klaren Anleihen bei Toyotas Wasserstoff-Auto Mirai: Der Toyota Prius sticht mit seiner eigenwilligen Design-Sprache aus der Masse heraus.
Markante Frontpartie mit klaren Anleihen bei Toyotas Wasserstoff-Auto Mirai: Der Toyota Prius sticht mit seiner eigenwilligen Design-Sprache aus der Masse heraus.
Rudolf Huber 4 Markante Frontpartie mit klaren Anleihen bei Toyotas Wasserstoff-Auto Mirai: Der Toyota Prius sticht mit seiner eigenwilligen Design-Sprache aus der Masse heraus.
Markante Frontpartie mit klaren Anleihen bei Toyotas Wasserstoff-Auto Mirai: Der Toyota Prius sticht mit seiner eigenwilligen Design-Sprache aus der Masse heraus.
Rudolf Huber 4 Markante Frontpartie mit klaren Anleihen bei Toyotas Wasserstoff-Auto Mirai: Der Toyota Prius sticht mit seiner eigenwilligen Design-Sprache aus der Masse heraus.

Valencia - Von Begeisterung und Ablehnung reicht von Anfang an die Bandbreite. Und das dürfte sich auch mit der vierten Generation nicht ändern, die am 20. Februar zu den Toyota-Händlern rollt. Im Gegenteil: Die Japaner haben bei der Karosserie-Form des neuen Prius noch mal Diskussions-Potenzial draufgelegt. Scharfe Kanten, zackige Tagfahrleuchten, aus der Karosserie herausragende Rücklichter, eine riesige, durch einen Spoiler horizontal geteilte Heckscheibe: Das kann man mögen - oder eben nicht. Besonders auffallend ist der nach wie vor von einem Benzin- und einem Elektromotor angetriebene Prius in der neuen Trend-Farbe Granatapfel-Rot.

Auf einer Länge von 4,54 Metern und einer leicht reduzierten Höhe von 1,47 Metern bietet der Prius ordentlich Platz für bis zu fünf Fahrgäste samt deren Gepäck mit einem Volumen bis 501 Liter. Dazu gibt es jede Menge aktuellster Hybrid-Technik, energiesparende Nebenaggregate und den derzeitigen Stand der Vernetzung und der Assistenzsysteme. Spritsparen ohne Verzicht, das war der Ansatz bei der Entwicklung, dazu wurden unter anderem die Antriebsmotoren, die Nickel-Metallhydrid-Batterien, die Steuerungssoftware und das Energie-Management optimiert. Das sorgt nicht nur theoretisch, sondern auch beim Normverbrauch für sehr gute Werte. Wer sich etwas zurückhält, liegt zwar auch in der Praxis deutlich über den 3,0 Liter vom Prüfstand, aber mit knapp über fünf Litern trotzdem im grünen Bereich.

Auffällig ist, dass die Änderungen der akustischen und gefühlten Lebensäußerungen von Hybrid-System und stufenlosem CVT-Getriebe im Vergleich zum Vorgänger deutlich ausfällt. Wer dem Prius nicht ständig die Sporen gibt, fährt praktisch komplett ohne das nervige Hochdreh-Geräusch. Man kann das als pädagogische Maßnahme zugunsten eines niedrigeren Verbrauchs sehen: Wer sparsam fährt, schont die Ohren. Und wer auf Stufe "Eco" statt auf "Normal" oder "Sport" schaltet, spart nochmal, und zwar ohne allzu drastische Dynamik-Einbußen.

Nach wie vor schafft der Hybrid-Japaner rund zwei Kilometer rein elektrisch, statt mit maximal 70 km/h kann er jetzt mit bis zu 110 km/h strombetrieben "segeln". Der E-Motor schafft es zwar, den Wagen beim sanften Anfahren alleine zu bewegen, er muss aber schnell Unterstützung beim 1,8-Liter-Benziner anfordern. Wenn es denn wirklich sein muss, beschleunigt der Vorzeige-Hybrid mit Elektro-Boost in 10,6 Sekunden auf 100 km/h, maximal sind 180 km/h drin.

Die Kombination aus Lenkung, Federung und Dämpfung entspricht jetzt endlich der eines ganz normalen unteren Mittelklässlers mit eher straffer Abstimmung. Das Interieur ist bewusst minimalistisch und futuristisch gehalten, aber bis auf kleine Ausreißer weitgehend selbsterklärend. So sind die Schalter für die Sitzheizung unter dem Armaturenbrett versteckt. Und die gute, alte Fuß-Feststellbremse links im Fahrer-Fußraum ragt wie ein letzter Gruß aus der automobilen Steinzeit in die Luft.

Vom intelligenten Park-Assistenten bis zum Kollisions-Verhinderer mit Fußgänger-Erkennung reicht die Palette der Sicherheitssysteme. 22 Sensoren sind dafür im Einsatz - im Vorgänger waren es noch neun. Ein farbiges Head-up-Display hat der Prius jetzt ab der zweiten Ausstattungsstufe "Comfort" auch zu bieten, ein kabelloses Ladegerät fürs Smartphone und ein Multi-Informations-Display, auf dem unter anderem auch der Energiefluss von den Motoren und von und zur Batterie mit einer Kapazität von 1,31 Kilowattstunden zu bewundern ist, sind immer drin.

Deutlich niedrigerer Verbrauch, deutlich gesteigerter Fahrspaß, besseres Fahrwerk, mehr Sicherheit - der Toyota Prius ist so richtig erwachsen geworden und schaut dem Wasserstoff-Pionier Mirai mehr als nur ein bisschen ähnlich. Wer das mag, ist ab 28.150 Euro dabei. Das sind 1.250 Euro mehr als bei Generation drei, allerdings bei deutlich verbesserter Serienausstattung.

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