Ford Edge im AZ-Test: Das kann der große Bruder des Ford Kuga

Er ist seit knapp eineinhalb Jahren in Deutschland zu haben. Trotzdem ist der Ford Edge nach wie vor eine Ausnahmeerscheinung auf unseren Straßen.
| Rudolf Huber
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Dominanter Grill: Der Edge macht seinem Namen vor allem in der Frontansicht alle Ehre.
Rudolf Huber 6 Dominanter Grill: Der Edge macht seinem Namen vor allem in der Frontansicht alle Ehre.
Munter unterwegs: Der Motor ist durchzugsstark, die Federung durchaus komfortabel.
Rudolf Huber 6 Munter unterwegs: Der Motor ist durchzugsstark, die Federung durchaus komfortabel.
Alles da, wo man es vermutet - und angenehme Materialien: das Armaturenbrett des Edge.
Rudolf Huber 6 Alles da, wo man es vermutet - und angenehme Materialien: das Armaturenbrett des Edge.
Hier passt jede Menge Gepäck rein: Das Volumen des Edge-Kofferraums beträgt 602 bis 1847 Liter.
Rudolf Huber 6 Hier passt jede Menge Gepäck rein: Das Volumen des Edge-Kofferraums beträgt 602 bis 1847 Liter.
Auch Langbeinige Passagiere bekommen im Fond des Ford Edge keine Platzangst.
Rudolf Huber 6 Auch Langbeinige Passagiere bekommen im Fond des Ford Edge keine Platzangst.
Alles im Blick: Das Bedienprogramm auf dem Touchscreen ist logisch aufgebaut.
Rudolf Huber 6 Alles im Blick: Das Bedienprogramm auf dem Touchscreen ist logisch aufgebaut.

Er ist seit knapp eineinhalb Jahren in Deutschland zu haben. Trotzdem ist der Ford Edge nach wie vor eine Ausnahmeerscheinung auf unseren Straßen.

 

München - Das große SUV mit seinen 4,81 Metern Länge und dem imposanten Auftritt im gemäßigten US-Stil gehört zu den Geheimtipps im SUV-Angebot. Dabei ist der im kanadischen Ford-Werk in Oakville produzierte Edge durchaus ein Fahrzeug, das auch gut nach Europa passt.

 

Ford Edge: Der große Bruder vom Kuga

 

Der große Bruder des Kuga tritt im AZ-Test in der feinen Titanium-Version an und – wenn schon, denn schon – auch noch mit dem stärkeren der beiden angebotenen Diesel und einer üppigen Zusatzausstattung. Stärker heißt im Fall des Ford-SUV 210 statt 180 PS aus dem Zweiliter-Selbstzünder. Allradantrieb hat er auch und ein PowerShift genanntes Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, das seine Arbeit nicht amerikanisch-schleppend, sondern angenehm zügig erledigt. Daraus resultieren Fahrleistungen, die gut in die Klasse der nobleren SUV passen, die bei uns vom VW Touareg dominiert wird. In 9,4 Sekunden schafft es der Zweitonner auf 100 km/h, maximal ist er 211 km/h schnell.

 

Dass er in praktisch jeder Lebenslage sehr ruhig bleibt, verdankt der Edge einer ausgeklügelten und sehr effektiven elektronischen Geräuschkompensation. Und auch wenn es das komfortable, aber nicht weiche Fahrwerk und die adaptive Lenkung durchaus hergeben würden: Als Racer setzt man ihn eigentlich instinktiv nicht ein. Er animiert angesichts seiner feinen Ausstattung, der bequemen Sitze und des insgesamt gemütlichen Ambientes eher zum Dahingleiten. Was im AZ-Test auch dem Verbrauch zugute kommt, der mit durchschnittlich 8,4 Liter Diesel je 100 Kilometer für ein Allrad- und Automatik-Fahrzeug dieses Formats durchaus akzeptabel ist.

Ab 1,90 Meter wird es eng im Fond

 

Das Angebot an Assistenzsystemen ist zeitgemäß – etwa mit dem Park-Assistenten mit Ein- und Auspark-Funktion oder dem Pre-Collision-Assistenten mit Fußgängererkennung. Platz gibt es wie erwähnt reichlich. Nur sehr große Passagiere ab 1,90 Meter aufwärts kommen im Fond in die Nähe des Dachs, obwohl der Edge mit 1,69 Meter Höhe (ohne Dachreling) eher zu den flacheren Vertretern seiner Klasse gehört. An der Knie- und Ellbogenfreiheit gibt es nichts zu meckern, und auch der 602 bis 1.847 Liter große Kofferraum passt ins Gesamtkonzept des großzügigen und geräumigen Reisefahrzeugs, das dank 64 Liter Tankinhalt ordentliche Etappen am Stück zurücklegen kann.

Und das im Fall des AZ-Testwagens wirklich sehr komfortabel. Denn zusätzlich zu den Komfort-Segnungen der Platinum-Ausstattung enthält das Auto noch das "Business"-Paket mit adaptiv mitlenkenden LED-Scheinwerfern inklusive Abbiegelicht, blendfreiem Fernlicht und LED-Tagfahrlicht sowie dem Sony-Navigationssystem. Und dazu noch das "Design"-Paket mit elektrischem Panorama-Schiebedach mit Solar-Reflect-Wärmeschutz und elektrischer Sonnenblende, beheizbaren Rück- sowie klimatisierten und variabel beheizbaren Vordersitzen. Ein Gesamtangebot, das eigentlich keine Wünsche mehr offen lässt. Vor allem angesichts des Bewusstseins, dass bis zu neun Airbags für den Fall der Fälle bereit sind und dass so angenehme Zutaten wie die Frontkamera mit "Split View"-Technologie und 180-Grad-Sicht (350 Euro) beim Ausparken oder an verzwickten Kreuzungen für aktive Sicherheit sorgt.

 

Bleibt die Frage nach dem Preis. Für den stärkeren Titanium-Edge ruft Ford mindestens 49.150 Euro auf, das darf angesichts der Ausstattung, der Größe und der Motorisierung als durchaus angemessen gelten. Die beiden recht umfangreichen Pakete schlagen mit 2.000 und 3.250 Euro zu Buche. Und die abnehmbare Anhängerkupplung des Testwagens mit 750 Euro – damit wird das Ford-SUV zum feinen Zugwagen für bis zu 2,2 Tonnen schweres Transportgut.

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