Der Import-Star im AZ-Test
München - Und noch eine aktuelle Zahl zum heutigen Testauto: 28 614 Stück entfallen auf die im Februar vorgestellte dritte Fahrzeuggeneration.
Rund 60 Prozent aller Käufer der neuen Octavia-Generation wählten einen Diesel. Knapp neun von zehn Octavia wurden als Combi ausgeliefert.
Da trifft es sich doch wirklich ausgezeichnet, dass AZ-Motor just einen Skoda Octavia im Test laufen hatte. Natürlich aus der neuen Baureihe, dazu noch einen Diesel. Und einen Combi genannten Kombi. Also quasi den perfekten Prototypen des beliebtesten Importautos.
Nach einer ausführlichen und intensiven Beschäftigung mit dem Octavia ist es gar nicht schwer, hinter das Geheimnis seines Erfolgs zu kommen. Denn der tschechische Kompakt-Kombi ist ein rundum solides, schickes und dazu noch ausgesprochen praktisches Fahrzeug.
VW-Qualität zum etwas günstigeren Preis, nette „Simply clever“-Lösungen, angenehme Materialien, hohe Funktionalität und wirtschaftliche Antriebsaggregate auf dem aktuellen Stand der Technik: Es spricht wirklich viel für den Skoda.
Im AZ-Test lief der Combi mit dem Zweiliter-TDI mit 150 PS und Allradantrieb. Nicht die preisgünstigste, aber doch eine extrem angenehme Kombination, die sehr viel Platz, gute Fahrleistungen, wirtschaftliches Verbrauchswerte und – passend zur Jahreszeit – jede Menge Traktion auch auf Eis und Schnee „combiniert“ – daher wohl der Name.
Dass der Allradler knapp 100 Kilo mehr wiegt als sein Frontantriebs-Pendant, ist im Alltagsbetrieb bis auf einen leicht höheren Verbrauch (AZ-Testverbrauch 6,1 Liter) zu vernachlässigen, zumal Skoda die zulässige Zuladung (638 Kilo) durch ein höheres mögliches Gesamtgewicht angepasst hat.
610 Liter passen jedenfalls bei voller Bestuhlung in den Kofferraum, maximal sind es 1740 Liter. Eine Menge Holz, da müssen durchaus auch eher schicke Kombis größerer Baureihen längst passen.
Und wegschleppen darf der Allradler mit zwei Tonnen 400 Kilo mehr als der Fronttriebler. Dank Allrad holt er dann auch den Pferdeanhänger aus der nassen Wiese.
Der Aufenthalt im Octavia ist eine angenehme Sache. Gut geformte Sitze, sehr große Bein- und Kopffreiheit hinten, griffsympathische Materialien – hier fremdelt keiner.
Die Instrumente und das im Testwagen fix montierte Navi mit Berührungssensor sind auf dem aktuellen Stand, die Abstimmung des Fahrwerks passt und die Lenkung tut exakt, was sie soll.
Ein rundum gelungenes Fahrzeug also. Der richtige Untersatz für Menschen, die keinen Wert auf Prestige legen, sondern auf innere Werte.
Mindestens 27140 Euro sind für den 150 PS-Allradler fällig. Aber dafür gibt es wirklich sehr viel Auto. Mehr braucht eigentlich kein Mensch – eigentlich.
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