Das erste SUV unter Strom

Dank Plug-in Hybridtechnik schluckt der Japaner nach Norm nur rekordverdächtige 1,9 Liter – und bietet sehr viel Platz und Komfort.
| Rudolf Huber
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Geglättete Front, dank E-Motor auf der Hinterachse mit Allradantrieb: Der Mitsubishi Outlander PHEV glänzt mit zukunftsweisender Technik.
Rudolf Huber 2 Geglättete Front, dank E-Motor auf der Hinterachse mit Allradantrieb: Der Mitsubishi Outlander PHEV glänzt mit zukunftsweisender Technik.
Geglättete Front, dank E-Motor auf der Hinterachse mit Allradantrieb: Der Mitsubishi Outlander PHEV glänzt mit zukunftsweisender Technik.
Rudolf Huber 2 Geglättete Front, dank E-Motor auf der Hinterachse mit Allradantrieb: Der Mitsubishi Outlander PHEV glänzt mit zukunftsweisender Technik.

Walluf - Mitsubishi Outlander PHEV – so richtig sexy klingt der Name des Trendsetters nicht, eher ein bisschen sperrig und technokratisch. Dabei ist das neue Modell, das dieses Wochenende bei den Händlern durchstartet, durchaus ein sehr smarter Vertreter seiner Zunft.

Sensationell sparsam, wenn er artgerecht eingesetzt wird, voll alltagstauglich – und dazu noch ein Riesen-Ersatzakku auf Rädern.

Doch von Anfang an: Das Kürzel PHEV steht für Plug-in Hybrid. Und bedeutet: Dieser Outlander hat Akkus installiert, die man an der Steckdose aufladen kann.

Die Kapazität von zwölf Kilowattstunden reicht im besten Fall für 52 Kilometer im rein elektrischen Betrieb. Spätestens dann schaltet der Japaner auf Benzinbetrieb um. Die Akkus lassen sich in fünf Stunden an jeder Haushaltssteckdose aufladen, per Schnelllader in 30 Minuten auf 80 Prozent ihrer Kapazität – oder auf Knopfdruck während der Fahrt durch den Benzinmotor auf den selben Wert.

Die maximale Reichweite des PHEV durch Strom und Sprit liegt bei gut 800 Kilometern, er bietet reichlich Platz für fünf Personen und deren Gepäck (Kofferraum-Volumen: 463 bis 1471 Liter): Volle Alltagstauglichkeit – dieses Prädikat wird man bei Mitsubishi nicht müde zu betonen.

Und so funktioniert das Fahren mit dem Vollhybriden: Joystick in der Mittelkonsole nach unten drücken, EV Drive-Mode drücken und Gas geben. Der Outlander rollt zügig und leise los.

Dabei treiben die beiden je 82 PS starken E-Motoren auf Vorder- und Hinterachse das Auto bis auf 120 Sachen. Im „Series Hybrid Mode“ lädt der Zweiliter-Benziner mit 121 PS die Batterie auf und greift beim schnellen Überholen unterstützend ein.

Wird dauerhaft viel Kraft gebraucht, ist der „Parallel Hybrid Mode“ dran, in dem der Benziner die Hauptarbeit übernimmt und die E-Motoren nur zuliefern – und für den Allradantrieb sorgen.

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen kompliziert, ist aber in der Praxis simpel. Jedenfalls schafft der PHEV (abgeregelte) 170 Sachen und den Sprint auf 100 in 11,0 Sekunden.

Den – eher praxisfernen – Normverbrauch hat Mitsubishi mit lediglich 1,9 Litern errechnet, das entspricht einem CO2-Ausstoß von nur 44 Gramm pro Kilometer – und empfiehlt den Hybrid-Outlander als perfekten Mitarbeiter für den Fuhrpark umweltorientierter Firmen.

Beim Preis hält sich Mitsubishi dezent zurück und verlangt für die Basisversion unter anderem mit Smart Key-System, Berganfahrhilfe, Alufelgen, Klimaautomatik, Energieflussanzeige und Schnittstellen für Bluetooth und USB zum Audio-System 39990 Euro. Die weiteren Ausstattungsstufen Plus und Top kosten jeweils 5000 Euro mehr.

Die Garantie gilt fünf Jahre oder 100 000 Kilometer – auch für den elektrisierenden Akku-Pack.

Pionier ist Mitsubishi bei der Möglichkeit des so genanten „bidirektionalen Ladens“. Das bedeutet: In den Outlander-Akkus gespeicherter Strom kann mittels einer ab Ende des Jahres verfügbaren „Power-Box“ (zirka 1500 Euro) etwa für den Betrieb von Werkzeugen in freier Wildbahn oder eines Bierkühlers am Fußballplatz wieder entnommen werden.

Nachhaltiger ist der Einsatz aber an der heimischen Solaranlage: Bei Sonnenschein wird der Akku vom Hausdach aus aufgeladen, im Dunkeln kann die gespeicherte Energie ins Hausstromnetz eingespeist werden – der Outlander PHEV wird zum mobilen Pufferspeicher. 

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