Pocher knackt Jauchs Millionenfrage

No Risk, no fun: Oliver Pocher kam bei der Promi-Ausgabe von «Wer wird Millionär» so weit wie noch keiner vor ihm. Ganz nebenbei brachte er sogar den sichtlich schockierten Günther Jauch wieder mit der ARD in Kontakt.
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Ein siegreicher Oliver Pocher
RTL Ein siegreicher Oliver Pocher

No Risk, no fun: Oliver Pocher kam bei der Promi-Ausgabe von «Wer wird Millionär» so weit wie noch keiner vor ihm. Ganz nebenbei brachte er sogar den sichtlich schockierten Günther Jauch wieder mit der ARD in Kontakt.

Mit Glück, aber auch mit Mut und Risikofreude hat sich Oliver Pocher am Freitagabend nach ganz oben gepokert. Der Moderator hat im «Promi-Special» von Günther Jauchs Show die legendäre eine-Million-Euro-Frage richtig beantwortet - und das als erster Promi überhaupt bei «Wer wird Millionär» geschafft. Pochers Vorteil war dabei aber auch, dass er bei der Millionenfrage noch einen Joker hatte und das Publikum befragen konnte. Im Studio war es totenstill, als Jauch dem gelernten Versicherungskaufmann die Millionenfrage stellt: «Das Nagel-Schreckenberg-Modell liefert eine Erklärung für die Entstehung von ...?» A: Sandwüsten, B: Verkehrsstaus, C: Grippewellen, D: Börsencrashs.

Glitzerregen für den Sieger

«Ich hätte eine Vermutung, aber die äußere ich nicht. Ich frage das Publikum», so der 30-jährige Pocher. Die Zuschauer antworteten mehrheitlich (und somit korrekt) mit der Antwort B. Günther Jauch fragte noch einmal selbst beim Kandidaten nach: «Woran dachten Sie?» Pocher gab zurück: «Meine erste Intuition war Verkehrsstaus, ich zocke und nehme Antwort B. Und ich biete an, dass ich 100.000 Euro aus eigener Tasche zahle, wenn ich mit der Antwort falsch liege.» Daraufhin leistete sich der Quizmaster noch eine kleine Spitze gegen die Öffentlich-Rechtlichen («Dafür muss man ja selbst bei der ARD lange für senden»), ehe der Jubel über die korrekte Antwort losbrach. Es gab Standing Ovations, Feuerwerk und den obligatorischen Glitzerregen für den Sieger. Pocher wird den Gewinn wie bei der Show üblich spenden, und ihn zwischen der «Per Mertesacker Stiftung» sowie der «McDonalds Kinderhilfe» aufteilen.

«Das ist ja schleimig»

Von Jauch gab es wenig später noch ein Extra-Lob für Pocher: «Er hatte einen Lauf, hat sich was getraut, war nicht ängstlich und hat seine Joker geschickt eingesetzt.» Das musste Jauch auch am eigenen Leib erfahren, denn bald entsponn sich eines jener legendären Geplänkel, für das die Promi-Ausgabe der RTL-Show bekannt ist. Den ersten Joker setzte Pocher nämlich erst bei der 12. Frage ein und rief dannn ausgerechnet seinen Chef, ARD-Programmdirektor Dr. Günter Struve, an. Jauch reagierte daraufhin fassungslos: »Nein, den rufen wir jetzt an? Den Programmdirektor der ARD? Das ist ja schleimig. Den haben Sie als Joker genommen? Glauben Sie, dass er einen Sachverhalt in 30 Sekunden...« Pocher: »Nein, aber wir versuchen es einfach.« Weiter ging's mit der Standardbegrüßung: »Hier spricht Günther Jauch.« Struve: »Mein Gott!« Jauch: »Mein Lieblingsprogrammdirektor der ARD. Das ich es nicht zur ARD schaffe, das wurde mir irgendwann klar. Aber das Sie es bis zu RTL schaffen, dass ist die eigentliche Leistung«. Struve konterte dies so: »Es ist ein Akt der Güte, lieber Herr Jauch.« Dann kam die folgende Frage an ihn: «Woran machte sich Opa zu schaffen, wenn er am Perpendikel herumfummelte? A: Moped, B: Grammofon, C: Standuhr, D: Oma. Struve gab die richtige Antwort, C.

Beckmann bei 64.000 Euro

Vor Oliver Pocher schaffte es als erste Kandidatin Michaela Schaffrath auf den »heißen Stuhl«. Die Schauspielerin spielte sich bis zur 500.000 Euro-Frage, erzielte dann aber »nur« 125.000 Euro für das »Clementine Kinderhospital« und »Dat Kölsche Hätz«. Dann folgte Andrea Ypsilanti. Die SPD-Politikerin kam bis zur 125.000 Euro-Frage, und ging mit 64.000 Euro für ihren wohltätigen Zweck: das Kinderhaus «Alfred Marchand» in Frankfurt/M. und die Stiftung «Bärenherz». Ebenso Moderator Reinhold Beckmann. Der stieg auch vorher aus und ging mit 64.000 Euro für den »Jamliner« in Hamburg. Der Gesamtgewinn betrug an diesem Abend betrug insgesamt 1.253.000 Euro für den guten Zweck.(nz)

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