Rockavaria: Kiss und Judas Priest gehen ab!

Das Rockavaria wird am zweiten Tag deutlich metallastiger. Judas Priest reißen fast das Stadion ab und Kiss erklären, dass nichts über Nacht zum Klassiker wird
| Nicolas Freund
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Kiss rocken im Olympiastadion bei Rockavaria in München
dpa 11 Kiss rocken im Olympiastadion bei Rockavaria in München
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dpa 11 Kiss rocken im Olympiastadion bei Rockavaria in München
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dpa 11 Kiss rocken im Olympiastadion bei Rockavaria in München
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dpa 11 Kiss rocken im Olympiastadion bei Rockavaria in München
Kiss rocken im Olympiastadion bei Rockavaria in München
dpa 11 Kiss rocken im Olympiastadion bei Rockavaria in München
Der Gitarrist Richie Faulkner von der britischen Band Judas Priest.
dpa 11 Der Gitarrist Richie Faulkner von der britischen Band Judas Priest.
Der Gitarrist Richie Faulkner von der britischen Band Judas Priest.
dpa 11 Der Gitarrist Richie Faulkner von der britischen Band Judas Priest.
Der Sänger Rob Halford von der britischen Band Judas Priest.
dpa 11 Der Sänger Rob Halford von der britischen Band Judas Priest.
Der Sänger Rob Halford von der britischen Band Judas Priest.
dpa 11 Der Sänger Rob Halford von der britischen Band Judas Priest.
Überlaufen ist es nicht gerade. Trotzdem: Auf dem "Rockavaria" herrscht rege Stimmung.
dpa 11 Überlaufen ist es nicht gerade. Trotzdem: Auf dem "Rockavaria" herrscht rege Stimmung.

München - Nach dem großartigen ersten Abend mit Muse am Freitag sind am zweiten Festivaltag die Erwartungen hoch. Die Metal-Schwergewichte von Judas Priest sind zwar seit 40 Jahren unterwegs, wie betonen, aber vor den noch vergleichsweise jungen Burschen von Muse brauchen sie sich nicht zu verstecken. Die Briten rocken das Stadion mit Songs von den Siebzigern bis heute, darunter eine grandiose Version von "Victim of Changes". Und bei "Breaking The Law" dreht das Stadion komplett durch. Endlich wird aus dem Rockavaria ein ordentliches Metalfestival!

Lesen Sie auch: Rockavaria: Optimal läuft es noch nicht

Sänger Rob Halford ist am Samstagabend in Topform und bringt auch die hohen Screams noch zustande ("Painkiller"). Er ist selbst überrascht, was heute alles auf der Setlist steht ("Jawbreaker") - und flitzt noch schnell hinter die Bühne um seine Lederjacke zu holen. Weil ohne geht's ja nicht. Mit dem Spazierstock flaniert er anfangs über die Bühne. Später tauscht er die Gehhilfen gegen eine schwermetallischere Harley. Songwriter Glenn Tipton und Neuzugang Richie Faulkner an der Gitarre schießen sich die Riffs und Soli um die Ohren. 40 Jahre im Geschäft heißt bei Priest vor allem 40 Jahre Bühnenerfahrung. Dass sie eben dem Headliner des Abends die Show gestohlen haben, ist der Band wahrscheinlich gar nicht bewußt.

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Kiss werden zwar schon ordentlich bejubelt, als sie mit Schminke und voller Montur ins inzwischen ganz gut besuchte Stadion einfahren, aber die Diskoshow und der zahme Hard Rock wirken doch etwas altbacken. Gene Simmons lässt sich zu "God of Thunder" bis unter die Bühnendecke fliegen und im Publikum tummeln sich einige Hardcore-Fans mit Kostümen und geschminkten Gesichtern. Aber an die Stimmung bei Priest kommen die Amis nicht heran.

Auch die Halle kann am Nachmittag mit der Stimmung im Stadion noch nicht mithalten: beim Umbau für Epica spielt der Techniker den Hit "Cloud Connected" der schwedischen Metalband In Flames an - und keinen interessiert's. In Wacken dreht die Menge bei solchen Metal-Häppchen schon durch. Mit solchen etablierten Events muss sich das Rockavaria messen lassen.

Als Kiss am Abend einen neueren Song - von 2012 - anspielten, merken sie an, dass das Lied sicher mal ein Klassiker werden wird - aber eben noch keiner ist. So etwas geschieht nicht über Nacht. Bei Festivals ist es ganz ähnlich.

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