Offenbar zu geringe Nachfrage: US-Tour von Roxette abgesagt

Wegen womöglich zu geringer Ticketnachfrage sind alle bislang für Nordamerika geplanten Konzerte im Rahmen der "40th Anniversary Tour" von Roxette abgesagt worden.
von  (wue/spot)
Per Gessle und Lena Philipsson von Roxette während eines Auftritts in der Schweiz.
Per Gessle und Lena Philipsson von Roxette während eines Auftritts in der Schweiz. © imago images/Bildagentur Monn/Ervin Monn

Rund zehn Jahre nachdem das Original-Duo von Roxette zum letzten Mal für eine Show auf der Bühne stand, muss die derzeitige Besetzung einen herben Dämpfer einstecken. Per Gessle (67), der nach dem Tod von Marie Fredriksson (1958-2019) mit Lena Philipsson (60) in die Konzerthallen zurückgekehrt ist, wird im Rahmen der derzeitigen "40th Anniversary Tour" von Roxette nicht wie eigentlich geplant in Nordamerika auftreten.

"Aufgrund logistischer Gründe und massiv gestiegener Tourneekosten" habe der Veranstalter Live Nation sich dazu entschieden, die Nordamerika-Tour zu "verschieben", heißt es in einem Beitrag auf dem Instagram-Account der Gruppe. Das deutet darauf hin, dass womöglich zu wenige Tickets verkauft wurden. Ausweichdaten gibt es nicht und auch der anschließende Satz lässt vermuten, dass die Termine wohl zumindest vorerst gestrichen sind. Man hoffe, die Fans zu einem späteren Zeitpunkt zu sehen, heißt es vom Roxette-Team.

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"Lena, die Band und ich sind natürlich enttäuscht"

Kurz darauf meldete sich Gessle offenbar persönlich auf Instagram zu Wort. "Lena, die Band und ich sind natürlich enttäuscht", heißt es in einem Beitrag, der mit "/ P" gekennzeichnet ist und daher wohl von dem Musiker verfasst wurde. Man habe sich sehr auf die Nordamerika-Tour gefreut, und die USA seien "mit Abstand" der größte Streaming-Markt für die Gruppe. Abrufzahlen lassen sich allerdings nicht automatisch auf Ticketverkäufe ummünzen.

In dem Post ist die Rede davon, dass die Entscheidung zur Absage von Live Nation getroffen worden sei und "wahrscheinlich auf der Grundlage ihrer eigenen Berechnungen" beruhe. Er hoffe, in naher Zukunft in den USA und Kanada für die Fans spielen zu können.

Gessle wusste nicht, wie er mit dem Tod seiner Bandpartnerin umgehen sollte

Marie Fredriksson starb im Jahr 2019 an den Folgen einer Krebserkrankung. "Wie Sie wissen, hörten wir 2016 mit Roxette auf, und drei Jahre später starb Marie", erzählte Gessle im November 2025 der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er habe lange nicht gewusst, wie er damit umgehen sollte. "Irgendwie vermisste ich es aber, all die Roxette-Songs zu spielen, die ja ein bedeutender Teil meines Lebens sind", sagte er.

Er habe vereinzelt die Songs gespielt, "aber eben nicht in Roxette-Manier, weil niemand singen kann wie Marie. Es fühlte sich einfach nicht richtig an." Bei Arbeiten im Studio kam ihm dann die Idee, die schwedische Sängerin Lena Philipsson zu fragen.

Laut aktuellen Angaben auf der offiziellen Roxette-Homepage stehen unter anderem noch mehrere Auftritte in Deutschland an. Am heutigen 26. Juli spielen sie in Neu-Ulm, am 28. Juli in Bremen, am 30. Juli in Schwetzingen und am 3. August in Bonn.

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