Eurovision Song Contest feiert 70. Jubiläum: Sieben spannende Fakten

Am 16. Mai wird der Eurovision Song Contest 2026 in Wien ausgetragen und feiert damit 70 Jahre ESC. Welche Länder waren bisher die erfolgreichsten und wer hat den ESC schon für Deutschland gewonnen? Das sind sieben spannende Fakten zum Musikevent.
von  (jom/spot)
Loreen sahnte 2012 und 2023 für Schweden beim ESC ab.
Loreen sahnte 2012 und 2023 für Schweden beim ESC ab. © Imago Images/TT/Jessica Gow

Das Finale des ESC 2026 steigt am 16. Mai in Wien. Die Halbfinals finden am 12. und 14. Mai statt. Der berühmte Musikwettbewerb hat eine lange Tradition und feiert dieses Jahr seine 70. Ausgabe - ein Rückblick auf Gewinner, Verlierer und Wiederholungstäter.

1. Wer trat am häufigsten an?

Am ESC teilnahmeberechtigt sind alle Länder, die Mitglied der Europäischen Rundfunkunion (EBU) sind, jedoch besteht keine Verpflichtung. Deshalb kann sich die Anzahl der Teilnahmen von Jahr zu Jahr unterscheiden. Deutschland hat laut "Eurovision.de" 68 Teilnahmen vor 2026 (Ausnahme 1996 und die ESC-Absage 2020) auf dem Konto. Dahinter positioniert sich unter anderem Frankreich, das bisher zwei Mal auf die Teilnahme verzichtete.

2. Welches Land hat am häufigsten gewonnen?

Irland führt mit Schweden die Spitze der erfolgreichsten ESC-Länder an. Sieben Mal konnten irische Künstlerinnen und Künstler für ihr Heimatland siegen, darunter Johnny Logan (71), der 1980 und 1987 gewann. Vier Mal gab es für das Land einen zweiten und ein Mal einen dritten Platz. 2026 verzichtet das Land auf die Teilnahme. Schweden brachte ebenso sieben Siege zustande und Großbritannien, Frankreich, Luxemburg und die Niederlande fünf. Letzteres kann zudem sage und schreibe 16 zweite Plätze verbuchen.

3. Welche Künstler waren mehrmals dabei?

Nicht nur Johnny Logan trat beim ESC mehrmals an. Der Belgier Fud Leclerc (1924-2010) trat ganze vier Mal für sein Land an. Dabei musste er bei seiner letzten Teilnahme einen traurigen Rekord hinnehmen: Als erster Sänger in der Geschichte des Contests erhielt er null Punkte. Elisabeth Andreassen (68) für Norwegen, Valentina Monetta (51) für San Marino und Peter, Sue & Marc für die Schweiz versuchten ebenfalls vier Mal und damit am häufigsten ihr Glück. Lys Assia (1924-2018) nahm für die Schweiz drei Mal teil, war 1956 die erste ESC-Siegerin - und konnte sich dabei im Schweizerischen Lugano feiern lassen, dem ersten Austragungsort des Events.

4. Wie oft hat Deutschland gewonnen?

Deutschland konnte bisher zwei Siege einfahren. 2010 machte Lena Meyer-Landrut (34) mit "Satellite" in Norwegens Hauptstadt Oslo das Rennen. Nicole (61) mit "Ein bisschen Frieden" holte sich 1982 im englischen Harrogate den Sieg. Die Sängerin ist zudem Teil einer besonderen Bestenliste.

5. Welche Künstler haben mit dem größten und kleinsten Abstand gewonnen?

Laut "Eurovision.de" führt Alexander Rybak (39, Norwegen) die Liste der Sieger mit dem bis dato größten Abstand zum Zweitplatzierten seit 1975 an. Nicole und Katrina & The Waves (Großbritannien) reihen sich dahinter ein. Den knappsten Abstand musste 1988 Céline Dion (58) verbuchen. Die Sängerin, die für die Schweiz antrat, gewann in Dublin mit nur einem Punkt Vorsprung. 1991 gab es sogar punktgleiche Interpreten, Carola (59) aus Schweden machte aufgrund der meisten Höchstwertungen das Rennen.

6. Welches Land hat am häufigsten verloren?

Finnland und Norwegen holten bis jetzt die meisten letzten Plätze im Wettbewerb. Auch Deutschland, Österreich und die Schweiz haben viele hintere Platzierungen zu verzeichnen. Die drei teilen sich wiederum den Platz bei den meisten null Punkten (beinhaltet null Punkte im Jury- oder Televoting sowie im Halbfinale). Sechs Mal mussten die Länder die schlechteste Bewertung hinnehmen, für Deutschland zuletzt Malik Harris (28), der 2022 mit null Punkten aus dem Juryvoting Letzter wurde (sechs Punkte aus Televoting). Seit 2016 werden Jury- und Zuschauerwertungen voneinander getrennt.

7. Wo fand der ESC am häufigsten statt?

Der Eurovision Song Contest wird seit 1958 im Land des Vorjahressiegers ausgetragen. Sechs Mal sprang ein anderes Land als Gastgeber für das Siegerland ein. Großbritannien, das 2023 als Gastgeber für die Ukraine aushalf, war bereits neun Mal Austragungsort. Es folgen Irland mit sieben, Schweden mit sieben und die Niederlande mit fünf Ausgaben. Die ukrainische Band Kalush Orchestra hatte 2022 gewonnen, wegen Planungsunsicherheit und Sicherheitsbedenken aufgrund des Krieges in der Ukraine wurde der 67. ESC jedoch nach Großbritannien verlegt.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.