Münchner Pilotphase: CSU ruft nach Lockerungen in der Kultur

Auch die CSU im Stadtrat fordert eine Lockerung bei den Besucherzahlen.
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Auch mit 500 Besuchern ist die Philharmonie mit ihren 2400 Plätzen nicht wirklich voll.
Gasteig Auch mit 500 Besuchern ist die Philharmonie mit ihren 2400 Plätzen nicht wirklich voll.

München - "Städtische Theater und Konzertbühnen müssen dringend ihre Einnahmen steigern, sonst droht der Münchner Kultur ein nachhaltiger Schaden", sagt die CSU-Stadträtin und Kultursprecherin Beatrix Burkhardt. "Der Freistaat geht hier den richtigen Weg und gibt der Staatsoper die Chance, wieder bis zu 500 Zuschauer zuzulassen - natürlich unter Einhaltung von Schutz- und Hygienemaßnahmen."

Burkhardt verlangt in ihrem Antrag, spätestens bis zum 1. Oktober einen "Münchner Pilotphase" durchzuführen. Ähnlich wie beim Pilotversuch der Bayerischen Staatsregierung in der Staatsoper sollen im Gasteig, dem Deutschen Theater, dem Volkstheater und den Kammerspielen unter Einhaltung der gesetzlichen Abstände und Hygieneauflagen mit maximal 500 Personen entsprechend der gegebenen örtlichen Möglichkeiten bis zum Jahresende zugelassen werden. "Wir haben in München dieselbe Möglichkeit und sollten sie auch nutzen", so Burkhardt.

Burkhardts Vorstoß ist ein typischer Schaufensterantrag

Zuständig für Lockerungen ist allerdings nicht der Oberbürgermeister, an den Burkhardts Antrag gerichtet ist, und auch nicht der Stadtrat der Landeshauptstadt, sondern die Bayerische Staatsregierung. Insofern ist Burkhardts Vorstoß ein typischer Schaufensterantrag.

Musiker der Münchner Philharmoniker und des BR-Symphonieorchesters stellten bereits vor einer Woche in einem Offenen Brief an Markus Söder ähnliche Forderungen. Bereits Anfang des Monats forderte der SPD-Kulturpolitiker Volkmar Halbleib mehr Freiräume für Kulturveranstaltungen in ganz Bayern. Bei konsequenter Umsetzung und einer Maskenpflicht auch während der Vorstellung hält Halbleib es für möglich, jeden zweiten bis dritten Platz eines Theaters oder Konzertsaals zu besetzen. Der Abgeordnete schließt sich damit einem Vorschlag des Deutschen Bühnenvereins an.

Alle diese Forderungen sind begrüßenswert. Aber auch der Stadtratsantrag von Beatrix Burkhardt fokussiert sich wiederum nur auf die öffentlich geförderte Kultur. Die Belange der privaten Konzertveranstalter und der vielen im Kulturbereich tätigen Freiberufler spielen in der Politik nach wie vor eine zu geringe Rolle.

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