Maria Furtwängler: Ärger mit dem Verfassungsschutz

Schauspielerin Maria Furtwängler alias „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm flog ein bitterböser Brief ins Haus: Der Verfassungsschutz ist sauer wegen der jüngsten „Tatort“-Folge, die am Sonntag ausgestrahlt wurde.
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HANNOVER - Schauspielerin Maria Furtwängler alias „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm flog ein bitterböser Brief ins Haus: Der Verfassungsschutz ist sauer wegen der jüngsten „Tatort“-Folge, die am Sonntag ausgestrahlt wurde.

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) und der Verfassungsschutz sind mächtig verärgert. Grund des Anstoßes: Die „Tatort“-Folge "Das Gespenst" vom vergangenen Sonntag. Verfassungsschutzpräsident Günter Heiß hat der Schauspielerin Maria Furtwängler alias Kommissarin Charlotte Lindholm prompt einen bösen Brief geschrieben. Er beklagt sich in dem Schreiben über die „völlig unrealistische Darstellung des Verfassungsschutzes“. Diese sei „gespenstisch und für unsere Bestrebungen nicht hilfreich“ gewesen, heißt es weiter. Auch Schünemann holt aus und fügt an, dass die am Sonntag in der ARD ausgestrahlte Episode „der schlechteste Tatort“ gewesen sei, den er je gesehen habe.

Verunglimpfung des Verfassungsschutzes

Maria Furtwängler alias Kommissarin Charlotte Lindholm entlarvt in der „Tatort“-Folge "Das Gespenst" einen Verfassungsschutzpräsidenten als mordenden Bösewicht: Dieser entlässt eine Mörderin eigenmächtig in die Freiheit, hört Polizeitelefone ab und geht zum Wohle des Staates über Leichen. Verfassungsschutzpräsident Günter Heiß ist über diese Darstellung zutiefst empört: Durch sie sei ein völlig falscher Eindruck in der Öffentlichkeit entstanden.

Friedensangebot

Als Zeichen der Versöhnung bietet er der Schauspielerin aber an, künftig zusammen zu arbeiten - und sie "hinsichtlich der medialen Darstellung der Arbeit des Verfassungsschutzes" zu beraten. Schließlich gehe es bei der Arbeit des Verfassungsschutzes nicht darum, „dass der Zweck die Mittel heiligt, sondern darum, unter der strengen Kontrolle des Rechtsstaates Gefahren zu erkennen und in enger Zusammenarbeit mit der Polizei abzuwehren“, ereifert sich der Präsident. Bei einem Besuch der Behörde könnten Frau Furtwängler und der Drehbuchautor Stefan Dähnert Einblick in die tatsächlichen Aufgaben und Tätigkeiten des Geheimdienstes erhalten.

Und dabei war der „Tatort“ wieder einmal mehr der klare Sieger im Quotenrennen am Sonntagabend: 8,79 Millionen Zuschauer sahen Maria Furtwängler bei ihren Ermittlungen alias Kommissarin Charlotte Lindholm zu.

dpa/Sylvia Petersen

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