Odysseus, der Held der Kinokassen
Die Kritiken sind äußerst gespalten, aber das Urteil an der Kinokasse ist ganz eindeutig. Christopher Nolans "Die Odyssee", die Verfilmung von Homers antikem Epos, hat laut Mojo Box Office seit dem Start am 16. Juli bereits 264 Millionen US-Dollar weltweit eingespielt ein.
124 Millionen Dollar entfielen auf den nordamerikanischen Markt. Damit gelang der "Odyssee" dort der drittbeste Kinostart dieses Jahres. In den USA waren 2026 nur "Toy Story 5" (159 Mio. Dollar) und "Der Super Mario Galaxy Film" (131 Mio.) besser angelaufen.
Das bedeutet: "Die Odyssee" gelang der erfolgreichste US-Start eines nicht-animierten Films in diesem Jahr. Mit seinem starken Start hat er die Erwartungen des Produktionsstudios Universal Pictures übertroffen. Dort hatte man mit einem Einspielergebnis zwischen 85 und 100 Millionen US-Dollar gerechnet.
Seinen eigenen Startrekord hat Christopher Nolan mit "Die Odyssee" doch recht deutlich verpasst. Den hält "The Dark Knight Rises". Das letzte Kapitel seiner Batman-Trilogie war 2012 in den USA mit 160 Millionen Dollar gestartet. Damit hatte es den Vorgänger "The Dark Knight" (158 Millionen) knapp geschlagen. Gegen Batman zieht Odysseus also in Amerika den Kürzeren.
Seinen bisher letzten Film "Oppenheimer" hat Christopher Nolan aber ausgestochen. Das Porträt des Vaters der Atombombe war vor ziemlich genau drei Jahren in den USA mit 82 Millionen Dollar gestartet. 2023 musste sich „Oppenheimer“ die Aufmerksamkeit mit dem zeitgleich angelaufenen Hit "Barbie" teilen, profitierte aber von dem im Internet entstandenen Phänomen "Barbenheimer". Obwohl beide Filme eigentlich eine völlig andere Zielgruppe ansprachen, schauten viele Kinogänger beide Filme, oftmals boten Kinos auch Doublefeatures an. Nun muss es Odysseus alleine schaffen.
Das pushte "Oppenheimer" schließlich weltweit auf 975 Millionen Dollar ("Barbie" kam auf 1,44 Milliarden Dollar), ein Ergebnis, in dessen Nähe auch die „Odyssee“ gelangen sollte, deren Budget auf 250 Millionen Dollar geschätzt wird. Denn durch die Aufteilung der Kinoeinnahmen an Betreiber und Verleih sowie Marketingkosten braucht ein Film rund das Dreifache der reinen Produktionskosten, um in die Gewinnzone zu rutschen.
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