AZ-Kritik: So eklig ist der Feuchtgebiete-Film

Charlotte Roches Bestseller "Feuchtgebiete" wurde verfilmt und kommt am 22. August in die Kinos. Ob der Mix aus Ekel und Langeweile ähnlich Erfolg wie das Buch haben wird, ist fraglich – Die AZ-Kritik.
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So eklig ist der Feuchtgebiete-Film: Die Bilder
Peter Hartwig / Majestic 14 So eklig ist der Feuchtgebiete-Film: Die Bilder
Helen (Carla Juri) pflegt einen offenen Umgang mit ihren Körperflüssigkeiten.
Peter Hartwig / Majestic 14 Helen (Carla Juri) pflegt einen offenen Umgang mit ihren Körperflüssigkeiten.
Helen (Carla Juri) überprüft ihren Muschigeruch – leicht und betörend sollte er sein.
Peter Hartwig / Majestic 14 Helen (Carla Juri) überprüft ihren Muschigeruch – leicht und betörend sollte er sein.
Hygiene wird bei Helen Memel (Carla Juri) kleingeschrieben – eine haselnussgroße Menge Zinksalbe lindert das Gejucke der Hämorrhoiden.
Peter Hartwig / Majestic 14 Hygiene wird bei Helen Memel (Carla Juri) kleingeschrieben – eine haselnussgroße Menge Zinksalbe lindert das Gejucke der Hämorrhoiden.
Helen (Carla Juri), mit einer missglückten Intimrasur, auf dem Weg ins Krankenhaus.
Peter Hartwig / Majestic 14 Helen (Carla Juri), mit einer missglückten Intimrasur, auf dem Weg ins Krankenhaus.
Helen (Carla Juri) und ihre beste Freundin Corinna (Marlen Kruse).
Peter Hartwig / Majestic 14 Helen (Carla Juri) und ihre beste Freundin Corinna (Marlen Kruse).
Robin (Christoph Letkowski) und Helen (Carla Juri): Nach Regen folgt Sonnenschein.
Peter Hartwig / Majestic 14 Robin (Christoph Letkowski) und Helen (Carla Juri): Nach Regen folgt Sonnenschein.
Besondere Verbindung: Pfleger Robin (Christoph Letkowski) zeigt Helen (Carla Juri) die Fotos ihrer Analfissur.
Peter Hartwig / Majestic 14 Besondere Verbindung: Pfleger Robin (Christoph Letkowski) zeigt Helen (Carla Juri) die Fotos ihrer Analfissur.
Schmerzhaft: Erste Begegnung zwischen Helen (Carla Juri) und Prof. Notz (Edgar Selge).
Peter Hartwig / Majestic 14 Schmerzhaft: Erste Begegnung zwischen Helen (Carla Juri) und Prof. Notz (Edgar Selge).
Regisseur David Wnendt am Set von FEUCHTGEBIETE mit seiner Hauptdarstellerin Carla Juri.
Peter Hartwig / Majestic 14 Regisseur David Wnendt am Set von FEUCHTGEBIETE mit seiner Hauptdarstellerin Carla Juri.
Produzent von FEUCHTGEBIETE: Peter Rommel.
Peter Hartwig / Majestic 14 Produzent von FEUCHTGEBIETE: Peter Rommel.
Der Film "Feuchtgebiete" kommt am 22. August 2013 in die deutschen Kinos.
ho 14 Der Film "Feuchtgebiete" kommt am 22. August 2013 in die deutschen Kinos.
Der Film "Feuchtgebiete" kommt am 22. August 2013 in die deutschen Kinos.
dpa 14 Der Film "Feuchtgebiete" kommt am 22. August 2013 in die deutschen Kinos.
Der Film "Feuchtgebiete" kommt am 22. August 2013 in die deutschen Kinos.
ho 14 Der Film "Feuchtgebiete" kommt am 22. August 2013 in die deutschen Kinos.

Charlotte Roches Bestseller "Feuchtgebiete" wurde verfilmt und kommt am 22. August in die Kinos. Ob der Mix aus Ekel und Langeweile ähnlich Erfolg wie das Buch haben wird, ist fraglich – Die AZ-Kritik.

München Charlotte Roches Roman „Feuchtgebiete“ verkaufte sich in Deutschland über 2,5 Millionen Mal. Das schreit natürlich nach einer Verfilmung, auch wenn man sich die Kopfbilder beim Lesen nicht auf der großen Leinwand ausmalen wollte.

Denn das Porträt einer jungen Frau, die als traumatisiertes Scheidungskind versucht, ihre Lebensgier zu stillen und ihren Platz im Leben zu finden, verschob die Grenzen des Ekels und erweiterte das Wissen der Massen über Hämorrhoiden, Analfissur und die spezielle Verwendung von Avocadokernen.

Feuchtgebiete: Der Umtausch-Bestseller

Der radikalen Regisseur David Wnendt, der schon die „Kriegerin“ rücksichtslos packend in Szene gesetzt hat, tappt leider in die Falle des vermeintlichen Tabubruchs. Das ist schade, denn seine tapfere Hauptdarstellerin Carla Juri hat Talent genug, den Film zu tragen. Und die familiäre Randgeschichte, mit den großartig spielenden Meret Becker und Axel Milberg als ratloses Elternpaar rettet „Feuchtgebiete“ vor der totalen Banalität.

Auch Roches zweiter Bestseller „Schoßgebete“ wird bereits verfilmt. Man kann nur hoffen, dass es Regisseur Sönke Wortmann besser gelingt als Wnendt, auch die emotionale Seite der Geschichte zu retten und nicht auf die Sogkraft des „Skandals“ zu bauen.

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