Grütters gibt Gemälde an Erben zurück

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat ein weiteres Bild aus dem Kunstfund Gurlitt an Nachfahren des einstigen jüdischen Besitzers zurückgegeben. Sie übergab das Frauenporträt am Dienstag in Berlin an die Familie des Politikers und Nazi-Gegners Georges Mandel, wie die Bundesregierung mitteilte.
| dpa
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Kulturstaatsministerin Monika Grütters (r.) übergag den Erben Maria de las Mercedes Estrada und Wolfgang Kleinertz, das Bild "Portrait einer sitzenden jungen Frau / Portrait de jeune femme assise" von Thomas Couture.
Britta Pedersen/dpa Kulturstaatsministerin Monika Grütters (r.) übergag den Erben Maria de las Mercedes Estrada und Wolfgang Kleinertz, das Bild "Portrait einer sitzenden jungen Frau / Portrait de jeune femme assise" von Thomas Couture.

Berlin - Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat ein weiteres Bild aus dem Kunstfund Gurlitt an Nachfahren des einstigen jüdischen Besitzers zurückgegeben. Sie übergab das Frauenporträt am Dienstag in Berlin an die Familie des Politikers und Nazi-Gegners Georges Mandel, wie die Bundesregierung mitteilte.

Das Gemälde des französischen Malers Thomas Couture (1815-1879) trägt den Titel "Portrait de jeune femme assise" (Porträt einer sitzenden jungen Frau). Es war bereits 2017 als Eigentum Mandels identifiziert worden. Dabei half ein winziges repariertes Loch in der Leinwand.

Die Lebensgefährtin von Mandel hatte nach dem Krieg zu Protokoll gegeben, das Bild sei ihm gestohlen worden. Es habe auf der Brusthöhe der Frau einen kleinen Einriss gehabt. Damit konnten die Forscher es zuordnen. "Auch dieser Fall mahnt uns, nie nachzulassen in der rückhaltlosen Aufarbeitung des NS-Kunstraubs, für den Deutschland Verantwortung trägt", teilte Grütters mit.

Das Bild ist das fünfte aus der Sammlung von Cornelius Gurlitt, das an die rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben wird. Die Sammlung stand im Verdacht, jüdischen Besitzern während der Nazi-Zeit geraubt worden zu sein. Bisher haben sich erst sechs der rund 1500 Kunstwerke eindeutig als NS-Raubkunst erwiesen.

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