Filmball: Bussi-Bussi, viel Musik und ein wenig Glamour

Beim Deutschen Filmball in München war die Münchner Schickeria weitgehend unter sich. Die ganz große Film-Prominenz blieb lieber zu Hause - vielleicht Grund genug für eine neue Filmball-Diskussion.
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Produzent Martin Krug (l-r), Moderatorin Karen Webb, Model Barbara Meier, Viktoria Lauterbach und Schauspieler Heiner Lauterbach feiern auf dem Filmball
dpa Produzent Martin Krug (l-r), Moderatorin Karen Webb, Model Barbara Meier, Viktoria Lauterbach und Schauspieler Heiner Lauterbach feiern auf dem Filmball

MÜNCHEN - Beim Deutschen Filmball in München war die Münchner Schickeria weitgehend unter sich. Die ganz große Film-Prominenz blieb lieber zu Hause - vielleicht Grund genug für eine neue Filmball-Diskussion.

Der Deutsche Filmball in München ist von jeher in erster Linie ein Fest für die Filmszene der Bundesrepublik. Die ganz großen internationalen Stars waren dort nur selten auf dem Roten Teppich zu sehen. In diesem Jahr aber blieben auch viele deutsche Promis weg. Schauspiel-Stars wie Iris Berben, Til Schweiger oder Suzanne von Borsody ließen sich nicht blicken, ebenso wenig wie Mario Adorf – und das, obwohl er auf der Gästeliste stand. Die Münchner Schickeria blieb am Samstagabend beim 38. Filmball also weitgehend unter sich.

Und auch wenn Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) – der den Ball mit einem Walzer mit seiner Frau Karin eröffnete – die Gäste „in der heimlichen Hauptstadt Europas“ willkommen hieß, könnten sich nach diesem Abend wieder kritische Stimmen mehren. Stimmen, die den Deutschen Filmball lieber in der Bundeshauptstadt Berlin sehen würden als in der bayerischen Landeshauptstadt.

Aber immerhin waren unter den Gästen doch auch bekannte Gesichter wie die gerade gekürte Ehrenpreisträgerin des Bayerischen Filmpreises, Hannelore Elsner, Tatort-Schauspielerin Andrea Sawatzki oder das neue Promi-Traumpaar, Schauspieler Christian Ulmen und Moderatorin Collien Fernandes, die sich tatsächlich den ganzen Abend kaum voneinander lösen konnten.

Auch Komiker Bastian Pastewka und Felicitas Woll („Lolle“ aus der Serie „Berlin, Berlin“) gaben sich die Ehre. „München ist toll – die ganze Stadt ist wie eine Theaterkulisse. Aber ich bin so selten hier“, sagte sie. Veronica Ferres kam im langen weißen Kleid und mit ihrem Freund Carsten Maschmeyer an der Seite. „Tanzen, tanzen, tanzen“ wolle sie. Auf der Tanzfläche ließ sie sich trotzdem lange nicht blicken. Schauspiel-Kollegin Katja Riemann schwänzte zwar den Roten Teppich, lieferte aber mit ihrem raffinierten, rückenfreien Kleid mit Metallringen Gesprächsstoff.

Für noch mehr Getuschel sorgten aber der Ex von Veronica Ferres und die Ex von Oliver Kahn. Martin Krug und Verena Kerth kamen zusammen zum Filmball – obwohl sie sich erst vor kurzem getrennt hatten. „Wir sind als Paar hier. Ein Paar, das sind ja immer zwei und wir sind zu zweit hier“, sagte Kerth. Konkrete Fragen nach einem Liebes-Comeback wollte sie aber nicht beantworten. „Alles andere ist privat.“

Komiker Tom Gerhardt („Hausmeister Krause“) überraschte – trotz großer Konkurrenz von zahlreichen zumindest gewöhnungsbedürftigen Kleidern – mit dem ungewöhnlichsten Ball-Outfit des Abends. Er kam mit Pudelmütze, Polizeijacke und Warnschild „Stopp Polizei“. „Das ist bei mir wie bei diesen Busenwundern – alle sagen, es ist schrecklich, aber man kommt nicht dran vorbei“, sagte er und fügte hinzu: Mützen sollten für Männer mit Glatze Pflicht werden.

(dpa)

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