Corona-Regeln bei Kultur und Gastro: Wenn's nur Schweinshaxn gäbe!

Der Pilotversuch im Gasteig und der Staatsoper mit 500 Besuchern geht weiter – sonst bleibt die Zuschauerzahl überall weiter beschränkt.
| Robert Braunmüller
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Oliver Banasch (Stage Entertainment), Carmen Bayer (DT), Bully, Werner Steer (DT), Carl Philip von Maldeghem (Intendant, Salzburger Landestheater, von rechts)
Oliver Banasch (Stage Entertainment), Carmen Bayer (DT), Bully, Werner Steer (DT), Carl Philip von Maldeghem (Intendant, Salzburger Landestheater, von rechts) © Deutsches Theater

"Bis zuletzt hatten wir gehofft, dass es noch Lockerungen kommen wird, die uns eine Aufführung des Stücks, das seit Anfang August am Salzburger Landestheater mit großem Engagement und riesiger Begeisterung aller Beteiligten einstudiert wird, ermöglichen", zitiert eine Pressemitteilung des Deutschen Theaters die beiden Geschäftsführer Carmen Bayer und Werner Steer.

"Der Schuh des Manitu" muss verschoben werden

Nun muss das Musical "Der Schuh des Manitu" nach dem Film von Michael Herbig um ein Jahr auf 2021 verschoben werden, weil die Bayerische Staatsregierung an der starren Regelung bei den Besucherzahlen in Kinos, Theatern , Konzertsälen und sonstigen Spielstätten festhält. 500 Besucher sind nur in der Staatsoper, dem Gasteig und der Nürnberger Meistersingerhalle zugelassen. Überall sonst gilt in den kommenden beiden Wochen unabhängig von der Größe des Raumes, dem Hygienekonzept und den Lüftungsanlagen eine Obergrenze von 200 Besuchern. Wenn zur Musik allerdings Bier und Schweinshaxn verzehrt werden, sind im Kulturstaat Bayern 1.000 Besucher zugelassen.

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Im Unterschied zu der Staatsoper und den im Gasteig spielenden Orchestern arbeitet der von privatwirtschaftlichen Musicalunternehmern bestrittene Spielbetrieb im Deutschen Theater gewinnorientert. In diesem Bereich gilt, wie der Impresario Dieter Semmelmann am Montag bei einem Podiumsgespräch im Volkstheater erläuterte, die Faustregel, dass erst ab einer Auslastung von etwa 70 Prozent die Gewinnzone erreicht werde. Wenn das Deutsche Theater derzeit spielen würde, wäre es in Kürze pleite.

Minister Sibler will die "Faktenbasis" verbessern

Sibler erklärte am Mittwoch, er wolle in den kommenden beiden Wochen "weitere praktische Erkenntnisse und Erfahrungen" sammeln und die "Faktenbasis" verbessern, auf der "verantwortungsvolle Entscheidungen in Zukunft" getroffen werden können. Mehr hat der Minister derzeit nicht zu bieten. Auch zur Verlängerung der mageren Künstlernothilfe äußerte sich der Minister nicht.

Die Münchner Philharmoniker müssen wegen der Reiseeinschränkungen und Quarantänebestimmungen umplanen. In den kommenden Konzerten spielt statt Yuja Wang der Koreaner Seong-Jin Cho Mozarts Klavierkonzert KV 466. Auch der Dirigent Myung-Whun Chung musste absagen: Er lässt sich am 29., 30. und 31. Oktober von Andris Nelsons vertreten.

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