Bier, Lassnig, Mode, Pop

Vieles wird umgebaut, manches verfeinert: Die städtischen Museen präsentieren als nächstes viel aktuelle Kunst und forschen nach Unbekanntem – aber das Oktoberfest darf auf keinen Fall fehlen
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Kurs auf den Kunstbau: Maria Lassnigs Landmädchen (2001).
Lenbachhaus Kurs auf den Kunstbau: Maria Lassnigs Landmädchen (2001).

Vieles wird umgebaut, manches verfeinert: Die städtischen Museen präsentieren als nächstes viel aktuelle Kunst und forschen nach Unbekanntem – aber das Oktoberfest darf auf keinen Fall fehlen

Die großen Häuser stehen im Zeichen des Umbruchs, die kleineren mühen sich rege, ihre gerade etablierten Konzepte zu verfeinern: Die städtischen Museen stellen ihre Schwerpunkte fürs kommende Jahr vor, der Stadtrat nahm es bereits wohlwollend zur Kenntnis.

An der Spitze marschiert, unbeirrt vom Totalumbau bis 2012, das Lenbachhaus, das im Kunstbau ein munteres Zwischenleben führt und nach der aktuellen Erwin-Wurm-Schau den nächsten Österreich-Knaller mit einer Einzelpräsentation der gerade 90 gewordenen Maria Lassnig bringt (ab Februar). Im Sommer folgt mit dem Blauen Reiter ein nur scheinbar unoriginelleres Thema – doch es sind Zeichnungen und Aquarelle, die wegen ihrer hohen Empfindlichkeit sonst nie zu sehen sind.

Klotzen zum Oktoberfest

Das Stadtmuseum baut nicht nur das Haus, sondern auch seine personelle Spitze um und überbrückt Zeit mit schönen Kleidern in „Mode sprengt Mieder! Silhouettenwechsel“ (ab Januar). Zur Eröffnung soll es sogar eine echte Modenschau geben. Ab Juli kommt das Haus um das Thema „200 Jahre Oktoberfest“ nicht herum, will dann aber klotzen: „Da wollen wir auf zwei Stockwerken alles zeigen, was wir zu dem Thema besitzen“, so Interims-Direktor Florian Dering. Außerdem wird es mehrere Ausstellungen der Sammlung Fotografie geben.

Das Jüdische Museum will in der laufenden Themenreihe zur Fotografie zunächst weiter „Dinge ins Gedächtnis der Stadt zurückholen“, wie es Direktor Bernhard Purin ausdrückt. Erst beschäftigt sich „Unbelichtet – Münchner Fotografen im Exil“ mit Fotokünstlern, die wegen ihrer Emigration hierzulande unbekannt blieben (ab 9. Februar). Dann folgt abschließend der „Blick ins heutige Israel“ (ab 9. Juni).

Vital zeigt sich die Villa Stuck, die nach der Tiffany-Schau ab 11. März „Textilkunst im Jugendstil von Behrens bis Olbrich“ bringt und im Herbst auf Entdeckungsreise geht mit „Jugendstil aus Münchner Privatsammlungen“ (ab 28. Oktober). Spannend dürfte auch die Kooperation im Sommer mit der Frankfurter Schirn werden: „Uwe Lausen. Ende schön, alles schön“, über den 1970 im Alter von 29 Jahren verstorbenen deutschen Popart-Künstler.

Michael Grill

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