Zwidawurzn, i mog di! Lebkuchenherzen: AZ-Besuch in der Zuckerbäckerei

Patrizia Anderl • Video Producerin
AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Produktionsleiter Said Qamoum. Foto: Anderl

Lebkuchenherzl in Handarbeit: In Aschheim werden täglich bis zu 40.000 Herzen produziert. Die AZ in der Zuckerbäckerei.

 

Aschheim - "I mog di" ist das meistverkaufte Motiv bei Zuckersucht, der Konditorei aus Aschheim, die mit 100 Mitarbeitern bis zu 40.000 Lebkuchenherzerl am Tag in Handarbeit produziert.

Im Video: Wir haben die Produktion der Wiesnherzen begleitet

Aber bevor ein Mitarbeiter "Zwetschgenmandl" aufs Herzerl schreiben darf, muss er viel üben – zwei bis drei Jahre. "Die Neuen fangen mit Blümchen an, wenn das gut läuft, steigt man zum Randverzierer auf", sagt Geschäftsführer Bernd Dostler, "und danach lernt man Schreiben – oder manchmal auch nie. So wie bei mir, ich bringe kein lesbares Wort aufs Herzerl."

Klimaneutrale Lebkuchenherzen

Bis es aber so weit ist, ruht der Teig sechs bis acht Monate. Was drin ist? Mehl, Zuckersirup und eine geheime Gewürzmischung.

Weil bei der Bewerbung um einen Stand auch ökologische Faktoren eine Rolle spielen, verkaufen die Schausteller gerne die Öko-Herzerl: Die Rohstoffe sind regional und Wärmerückgewinnung und Photovoltaik sorgen für einen kleinen ökologischen Fußabdruck. "Pro Tonne CO2, die bei Zuckersucht entsteht, werden neue Bäume gepflanzt", sagt Dostler. Die Herzerl sind klimaneutral.

Neben "Schatzi" verkaufen sich die ehrlichen Wiesnherzerl mit "Zwidawurzn" oder "Britschn" gut. Der neueste Trend: Lamas und Einhörner in Tracht. Die dürfen aber nur erfahrene Zuckerbäcker malen.

 

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