Zwei Spiele, null Tore Blaues Sturmtief: Löwen-Angreifer ohne Treffer

Der bislang einzige Schütze der Löwen dürfte für das Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen den Karlsruher SC am Samstag fit sein. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Löwen-Angreifer warten noch auf ihren ersten Saisontreffer. Der bisher einzige Torschütze, Kapitän Stefan Aigner, ist im Pokal gegen den Karlsruher SC wohl wieder fit. Dennoch heißt es: Torjäger gesucht.

 

München - Zwei Spiele, null Tore. So lautet die ausbaufähige Bilanz der Stürmer des TSV 1860 in der bisherigen Saison. Der bislang einzige Schütze: Stefan Aigner. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler, beim 1:0 gegen Bielefeld angeschlagen ausgewechselt, dürfte für das Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen den Karlsruher SC am Samstag (18.30 Uhr) fit sein.

Zuletzt trainierte er wieder. Dennoch: Bislang fehlt die Durchschlagskraft in der Offensive. Der Kapitän kann es auf Dauer nicht alleine richten. Dabei ist der Pokalwettbewerb für die Sechzger lukrativ. Aber wer soll neben „Aiges“ die Tore schießen? Die AZ erklärt die Lage im Löwen-Sturm:

Ivica Olic: Zweimal blieb der 36-Jährige über die volle Distanz ohne Tor. Mehr noch: Seine Torgefahr war überschaubar. Was auffällt: Olic versteht sich auch bei Sechzig in der Rolle des Vorarbeiters. Er geht Wege, reißt Lücken, läuft Löcher zu. All das hindert ihn am eigentlichen Job. Es ist unverkennbar, dass er ein Jahr mit wenig Einsatzzeiten hinter sich hat.

Olic: „Wir sind noch nicht eingespielt“

Beim Hamburger SV durfte er in der vergangenen Saison nur neunmal ran, nicht einmal von Beginn an. „Es ist für uns alle eine große Baustelle“, sagte der Kroate vor dem Saisonstart im Gespräch mit der AZ, „wir sind noch nicht eingespielt.“ Das gilt auch für ihn. Bleibt zu hoffen, dass sich seine Prognose bewahrheitet: „Mit Einsatz und Kampf ist einiges drin.“

Stefan Mugosa: „Er hat den Konkurrenzkampf angenommen“, sagte Chefcoach Kosta Runjaic in der Vorbereitung einmal über den Montenegriner und ein anderes Mal: „Er hat einen Riesensprung gemacht.“ Vieles deutete darauf hin, dass Mugosa unter Runjaic durchstarten würde. Nachdem der 24-Jährige zum Saisonauftakt in Fürth aber nicht einen Stich machte, ist der Optimismus gewichen. „Es gehört zu meinem Job, meinen Körper einzusetzen und unangenehm für den Gegner zu sein“, erklärte Mugosa seinen größten Fortschritt. Aber warum blieb er so blass?

Gegen Bielefeld saß er nur auf der Bank. Seit seinem Wechsel nach Giesing im Sommer 2015 hat er in der 2. Liga nicht ein Tor geschossen, im Pokal beim 2:1 beim Erstligisten Mainz 05 erzielte er sein bisher einziges Pflichtspieltor. „Ich denke, dass ich gezeigt habe: Ich kann ein Goalgetter sein“, meinte er jüngst im Interview mit der AZ – und blieb den Nachweis schuldig.

Mugosa fehlen die nötigen Zuspiele

Ein Manko: Mugosa hat seine Qualität darin, Tore zu machen, wenn er alleine vor dem Torwart steht. Doch weder von außen noch aus der Zentrale kamen die nötigen Zuspiele. „Ich werde alles tun, beißen und kratzen“, sagte er, „dass ich endlich in der 2. Liga für 1860 treffen kann.“ Er wartet noch immer.

Sascha Mölders: Eine Option für Mugosa wäre eine Umstellung auf ein 4-4-2 neben Mölders. Als Torjäger geholt, ist dieser bisher kein solcher für die Löwen. In der Vorsaison kam er in 15 Einsätzen zwar auf vier Treffer. Aber: Letztmals traf er am 3. April, just gegen den KSC. Saisonübergreifend ist er seit acht Einsätzen und 510 Minuten ohne Treffer.

Lesen Sie auch: Ismaik will Aufstieg - und Europacup!

Zuletzt wirkte der 31-Jährige dünnhäutiger, wurde schließlich nur zweimal eingewechselt. In vier Spielen gegen den KSC traf er bisher zwei Mal. Es wäre mal wieder an der Zeit. „Ich wollte zu einem Verein, wo ich endlich wieder gebraucht werde“, meinte er nach seinem Wechsel zu Sechzig Anfang des Jahres. Genau jetzt bräuchten die Löwen dringend seine Tore.

 

13 Kommentare