DNS-Abgleich negativ Nürnberger Messerstecher: Keine Spur zu Verbrechen in München

Ein Karte des Nürnberger Stadtteils St. Johannis mit den Markierungen der Tatorte und des Festnahmeorts des Verdächtigen. Führt seine blutige Spur auch nach München? Foto: picture alliance/Daniel Karmann/dpa

Der Nürnberger Messerstecher, der drei Frauen angegriffen hat, sitzt in Untersuchungshaft. Die Polizei hat geprüft, ob er auch für zwei Bluttaten in München verantwortlich ist - mit negativem Ergebnis.

 

München - Der 38-jährige mutmaßliche Messerstecher schweigt zu den Vorwürfen. Der Deutsche soll letzten Donnerstag in Nürnberg drei Frauen im Alter von 26, 34 und 56 Jahren niedergestochen haben. Als Motiv wird Frauenhass vermutet. Mehr als 200 Hinweise seien bisher eingegangen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag.

Im Zuge der Ermittlungen wurde routinemäßig von der Kripo überprüft, ob der 38-Jährige auch für weitere Gewaltverbrechen als Täter in Frage kommt. Deshalb wird die DNS des 38-Jährigen aus der Obdachlosenszene mit den im Polizeicomputer gespeicherten Datensätzen verglichen.

Zwei Münchner Verbrechen kommen in Frage

In München gab es gleich zwei Verbrechen, für die der Mann als Täter in Frage gekommen wäre. Zum einen der sogenannte Isar-Mord. Im Mai 2013 wurde an der Isar der Ingenieur Domenico L. (31) von einem Mann erstochen. Der Täter hatte zuvor die Verlobte des Opfers grundlos beleidigt und angespuckt. Der Mörder entkam unerkannt. Er hatte sich bei der Tat an der Hand verletzt, deshalb hat die Polizei seine DNS.

Das zweite Verbrechen liegt erst wenige Wochen zurück. Ende November wurde eine Frau abends in der Hochstraße von einem Mann überfallen, ausgeraubt und mit einem Messer schwer verletzt. Die 31-Jährige leistete keinen Widerstand und übergab ihm Geld, trotzdem stach er zu. Der Täter entkam unerkannt.

Ein DNS-Abgleich verlief nach Polizeiangaben in beiden Fällen negativ. 

 

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