Zuschauermagnet 1860 Derby in der Allianz Arena? Das sagt der FC Bayern

Wegen der großen Nachfrage wäre eine Austragung des Regionalliga-Derbys in der Allianz Arena denkbar. Foto: dpa

Der TSV 1860 ist in der Regionalliga ein echter Zuschauermagnet. Ziehen Ingolstadt, Nürnberg, Fürth und der FC Bayern daher in die großen Arenen um? Die AZ hat sich umgehört.

 

München - "Es sind nur noch acht Punkte, der heiße Atem des FC Bayern kommt immer näher." Diesen Satz sagte Karl-Heinz Rummenigge auf der Jahreshauptversammlung Ende November. Die Botschaft des Vorstandsbosses war unmissverständlich: Der FC Bayern überlässt dem TSV 1860 die Meisterschaft in der Regionalliga nicht kampflos. Neun Punkte beträgt der Rückstand zur Winterpause, bei einem Spiel mehr der Löwen.

Pikant: Der Spielplan sieht vor, dass das Derby erst am drittletzten Spieltag steigt (29. April). Nach der Kampfansage der Bayern könnte dieses Spiel noch viel mehr Brisanz bergen als ohnehin schon. In Giesing wird rege gemutmaßt, ob die Partie nicht in die Allianz Arena verlegt wird. Schließlich könnten so Zehntausende Tickets verkauft werden.

Die AZ hakte bei den Bayern nach – und erklärt, wo der 1. FC Nürnberg, Greuther Fürth und der FC Ingolstadt die Heimspiele ihrer zweiten Mannschaften gegen Sechzig planen.

Wo wird die Partie FC Bayern gegen TSV 1860 II ausgetragen?

FC Bayern: Die Bilder vom 30. Mai sind noch in Erinnerung. Abstiegsrelegation. 1860 gegen Jahn Regensburg. Chaoten sorgten mit Ausschreitungen in der Nordkurve der Allianz Arena beinahe für einen Spielabbruch.

Sitzschalen flogen, ganze Sitzreihen wurden demoliert. Dabei waren die Sechzger nur Mieter in der WM-Arena, die sie einst gemeinsam mit dem Stadtrivalen bauten. Und dieser würde tatsächlich das Wagnis eingehen? "Zum jetzigen Zeitpunkt planen wir, auch unser Heimspiel gegen den TSV 1860 im Grünwalder Stadion auszutragen", hieß es auf Nachfrage von der Säbener Straße. Endgültig sei die Entscheidung aber nicht. Falls doch, müsste ein Derby in der Arena im Einklang mit Stadt und Sicherheitskräften festgelegt werden, erklärten die Bayern

1. FC Nürnberg II gegen TSV 1860 im Max-Morlock-Stadion

1. FC Nürnberg: Zum Auftakt nach der Winterpause geht es für die Giesinger am 24. Februar nach Franken. Die Löwen-Ultras kündigten an, mit 10.000 Fans nach Nürnberg fahren zu wollen. "Bereits vor der Saison wurde festgelegt, dass das Spiel im Max-Morlock-Stadion stattfinden wird", erklärte der Club.

Trotz der Rivalität der Fanlager würde der 1. FCN die Partie nicht als Hochrisikospiel kategorisieren. "Wir verlegen Spiele mit einem höherem Fanzuspruch ins Stadion. Regulär beträgt das Gästekontingent zehn Prozent", hieß es. Das wären offiziell 5.000 Plätze für die Sechzig-Anhänger. Der Vorverkauf starte voraussichtlich im Januar. Eine Aktion wie beim FC Augsburg, der Dauerkartenbesitzern kostenlosen Eintritt gegen Sechzig gewährte, sei nicht geplant.

FC Ingolstadt II gegen TSV 1860 wohl im ESV Stadion

FC Ingolstadt: Die "Schanzer" planen das Heimspiel (17. März) nach jetzigem Stand im ESV Stadion in der Geisenfelder Straße – wie alle anderen Regionalliga-Spiele auch. Eine Verlegung in den Audi Sportpark (15.800 Plätze) sei jedoch möglich, hieß es auf Anfrage, "dahingehend ist aber noch keine Entscheidung gefallen".

Greuther Fürth gegen TSV 1860 im Sportpark Ronhof

Greuther Fürth: Die Fürther werden den Löwen für die Partie am 29. März mehr als die üblichen zehn Prozent zur Verfügung stellen, und zwar den gesamten Gästebereich mit 1.400 Steh- und 600 Sitzplätzen. Insgesamt passen 18.000 Zuschauer in den Sportpark Ronhof. "Wir werden dieses Spiel wie ein Zweitligaspiel behandeln", erklärte der Klub und ergänzte: "Bei uns besitzen Dauerkarten für die Profis auch bei Spielen der U23 Gültigkeit."

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