Zum Kälteschutz in der Maxvorstadt Gegen den Frost: Bunker für Obdachlose

Unter diesem Platz am Hauptbahnhof ist der Tiefbunker Luisenstraße. Foto: wbo


In kalten Wintern braucht die Stadt München mehr Notschlafplätze für Obdachlose. Der Bedarf steigt sogar.

 

Maxvorstadt - Der vorige Winter war so hart, dass die Stadt kaum genug Plätze  für Obdachlose hatte. Der Kälteschutzraum in der Bayernkaserne reichte nicht aus. "Die Nachfrage nach Übernachtungsplätzen hatte sich im Vergleich zum Jahre 2011 nahezu verdoppelt", berichtet Sozialreferentin Brigitte Meier (SPD) dem Stadtrat. Desahlb wird ein neues Angebot eingerichtet.

Das ist der "Elisenbunker" gegenüber dem Luisengymansium am Hauptbahnhof. Er gehört der Stadt. Oben sieht man nur die große runde, rote Kunstplastik. Rechts und links am Platz sind zwei schwarze Abgänge in den Tiefbunker.

Das soll im Winter keine dauerhafte Unterkunftsein, sagt die Stadtverwaltung: "Der Tiefbunker soll in Spitzenzeiten lediglich ein ,letztes Auffangnetz' werden, wenn alle anderen Kälteschutzplätze belegt sind", erläutert Kommunalreferent Axel Marquart (SPD).

Diese Einrichting sei "dringend notwendig". Im strengen vorigen Winter, der schon Ende Oktober begann,  habe es 20.000 Übernachtungen gegeben - von nahezu 1000 unterschiedlichen Personen.  Markwart: "Insgesamt wurden mehr als 400 Übernachtungsplätze angeboten, die in der Spitzenauslastung von rund 340 Menschen genutzt wurden." Wegen des Zustroms aus Osteuropa rechnet dier Stadt sogar mit steigenden Zahlen.

Jetzt wird der Tiefbunker für 120 Plätze hergerichet: Mit einfacher Möblierung, Eisenbetten und schwer entflammbaren Matrazen.

Der Kälteschutzraum wird von einer privaten Firma für die Stadt betrieben. Er öffnet  vom 1. November bis zum 31. März 2014 - jeweils von 17 Uhr bis 9 Uhr am nächsten Morgen. Aber nur: Wenn alle anderen Plätze in den anderen Kälteschutzeinrichtungen belegt sind. Und: Nur bei Temperaturen unter Null Grad.

Kosten: 650.000 Euro. Dazu kommen Kosten für den Sichertheitsdienst, Einmaldecken und die Reinigung von 70.000 Euro in diesem Jahr.  im Jahre 2014 sind zusammen 300.000 Euro im Jahr für Betreuung und Unterhalt kalkuliert.


 

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