Zu Lasten der Autofahrer Stadtrat stimmt für Pop-up-Radwege in München

Emily Engels ist Rathaus-Reporterin der Abendzeitung.
, aktualisiert am 28.05.2020 - 06:13 Uhr
Fünf Pop-up-Fahrradwege wird es in München geben. Foto: dpa/Swen Pförtner

Jetzt ist es beschlossen: München bekommt fünf Pop-up-Radwege. Damit soll Fahrradfahrern in der Stadt mehr Platz eingeräumt werden.

 

München - München bekommt sechs Pop-up-Lanes. Das hat der Stadtrat am Mittwoch beschlossen. Auf den Straßen wird temporär je eine Auto-Fahrspur in eine Radl-Spur umgewandelt. Grün-Rot hatte das für die Corona-Zeit vorgeschlagen, da Anzahl an Radlern gestiegen war.

Umfunktioniert werden eine je Fahrspur auf der Rosenheimer Straße zwischen Orleansstraße und Rosenheimer Platz sowie zwischen Lilienstraße und Am Lilienberg (stadtauswärts), die Zweibrückenstraße zwischen Erhardt-/Steinsdorfstraße und Rumford-/Thierschstraße, die Elisenstraße zwischen Dachauer Straße und Lenbachplatz, die Theresienstraße zwischen Türkenstraße und Schleißheimer Straße und die Gabelsbergerstraße zwischen Arcisstraße und Türkenstraße.

CSU und FDP kritisieren Pop-up-Fahrradwege

Lob für die Pop-up-Lanes gab es vom Bund Naturschutz und dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC). Und aus der Opposition scharfe Kritik. FDP-Fraktionschef Jörg Hoffmann sprach von einer "Staufalle", die Grün-Rot schaffe. Er schimpfte: "Ich wette, die Radl-Spuren sind nicht temporär."

Dem schloss sich Alexander Reissl (CSU) an. Die Corona-Krise sei eh fast vorbei, da brauche es keine Pop-up-Lanes mehr.

 

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