Wünsche und Projekte der Bürger München: Bezirksausschüsse bekommen Geld nicht ausgegeben

Die Münchner Bezirksausschüsse haben Geld für die Wünsche der Bürger zur Verfügung. Foto: Peter Kneffel/dpa

65 Prozent des Budgets der Münchner Bezirksausschüsse für Vorschläge von Bürgern wurde 2018 nicht abgerufen.

 

München - Zwei Hochbeete für die Kita, neue Fußballtore im Park, Unterstützung für den Auftritt eines Laienchors aus dem Stadtteil oder ein Fest im Viertel – für all das kann es Geld von der Stadt geben. Auch Projekte wie der Druck eines Flyers für eine studentische Kunst-Ausstellung, mehr Fahrradständer in der Straße, größere Mülleimer oder eine längere Rutsche am Spielplatz werden unterstützt.

Der Bezirksausschuss (BA) in den Stadtvierteln kann in diesem Jahr kleine lokale Projekte stärker fördern. Denn die Stadtviertelparlamente haben heuer viel mehr Geld zur Verfügung. Grund: Die Stadt hat das jährliche Budget für die Wünsche der Bürger im Viertel auf rund vier Millionen Euro im Jahr erhöht.

Geld für die Wünsche der Münchner

Diese Summe hätten die BAs schon 2018 unter engagierte und kreative Münchner bringen können. Doch viele Münchner, Vereine und Initiativen wussten schlichtweg nichts davon. So haben die Stadtbezirke im vergangenen Jahr nur 35 Prozent davon ausgegeben.

Umso voller sind die Geldsäcke der 25 Stadtbezirke nun in diesem Jahr. Das Rathaus hat dazu den Flyer "Mehr Geld für Ihr Stadtviertel" gedruckt. Dort steht zu lesen: "Kleinere Maßnahmen, mit denen sich das Leben im eigenen Viertel verbessern lässt, können Münchnerinnen und Münchner ab sofort sehr viel leichter erreichen". OB Dieter Reiter (SPD) schreibt: "Was direkt vor der eigenen Haustür, im eigenen Viertel passiert, betrifft jeden von uns ganz unmittelbar". Weiter schreibt der Rathauschef: "Ich lade Sie ein: Nutzen Sie diese Gelegenheit, in Ihrem Viertel etwas zu bewegen und es aktiv mitzugestalten!"

Städtische Leistungen und Förderung von Projekten

Wünsche und Anregungen sollen die Bürger einreichen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens: Es können städtische Leistungen bestellt werden – wie Ausrüstung für den Schulsport. Auch Vorschläge für die Gestaltung von öffentlichen Plätzen können eingebracht sowie kleinere Baumaßnahmen von Vereinen vorgeschlagen werden.

Zweitens: Außerdem können Projekte von Vereinen und Initiativen gefördert werden. Darunter fallen die Bereiche Senioren, Kultur, Jugend, Soziales und Gesundheit sowie Umwelt, Inklusion, Migration und Stadtteilentwicklung.

Das Geld der Bezirksausschüsse muss investiert werden

Unter dem Stichwort "Stadtbezirksbudget" können Münchner das Geld beim BA beantragen: online – oder im Rathaus bei der Abteilung für Bezirksausschussangelegenheiten. Frist: mindestens sechs Wochen vor Beginn des Projekts. Der zuständige BA entscheidet dann über den Zuschuss. Egal, ob es um einen Mini-Betrag von 500 Euro geht oder eine Summe von mehr als 3.000 Euro.

Jetzt heißt es gute Ideen fürs Viertel entwickeln – und zugreifen: Das nicht abgerufene Geld von 2018 wurde auf 2019 übertragen. Wird es aber bis Ende dieses Jahres nicht sinnvoll in die Viertel investiert, steht es dem BA nicht weiter zur Verfügung.

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