WM 2010 Im Kasten: Manuel van der Neuer

Edwin van der Sar (39), niederländischer Ex-Nationaltorwart, in Diensten von Manchester United. Foto: dpa

EPPAN - Sein Freund und Mitspieler Heiko Westermann ist eben verletzt abgereist. Manuel Neuer erzählt im WM-Camp welche Vorbilder er für sein Torwartspiel hat: Jens Lehmann und einen Holländer.

 

Manuel Neuer klärte auf. Auf der DFB-Pressekonferenz tauchte die Frage auf, was die Mannschaft im Training im Kreis brüllen würde. Neuer sagte: „Der Chad (Forsythe, US-Fitnesstrainer, d. Red.) brüllt ,Power’, und wir antworten mit ,within!’ Was etwa so übersetzt werden kann: ,Kraft! In der Gruppe!’“

Der Mann kennt sich aus. Der Schalker ist zwar traurig, dass „mein Freund und Mitspieler Heiko Westermann abreisen musste“. Aber es hilft ja nichts. Neuer, der erst vier Länderspiele gemacht hat, sagte: „Ich muss mich auf mein Torwartspiel konzentrieren.“

Auf seine Rolle als Libero hinter der Viererkette. Kein Torwart, abgesehen vom an der Rippe operierten René Adler, hat das Torwartspiel je so offensiv interpretiert. Oder doch? „Jeder weiß, dass ich Schalke-Fan war und bin“, sagte Neuer, „für mich ist Jens Lehmann immer ein moderner Torwart gewesen. In der Jugend wollte ich seine Spielweise kopieren. Später habe ich dann bei Edwin van der Sar ganz genau hingeschaut.“

Hat geholfen. Selbst Ex-Bayern-Kapitän Oliver Kahn erkannte Parallelen zum holländischen Ex-Nationaltorwart von Manchester United. Kahn: „Manuel erinnert mich immer ein bisschen an Edwin van der Sar. Er versucht mit seinem offensiven Torwartspiel, immer seiner Mannschaft zu helfen. Das ist riskant, er muss eben im richtigen Moment rauskommen. Es ist extrem wichtig, dass er diese Facetten hat und beherrscht.“ Er, Manuel van der Neuer.

ps

 

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