WM 2010 Beckenbauer: Verzicht auf Berlin-Party ist falsch

Der Kaiser würde sich über eine Feier in Berlin freuen. Foto: dpa

BERLIN - Franz Beckenbauer hat den Verzicht der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf eine gemeinsame Abschlussparty mit den Fans in Berlin kritisiert. Er bedauere, dass sich die Mannschaft nicht bei ihren Fans bedankt. Nach der WM 2006 feierte die Mannschaft mit Fans unterm Brandenburger Tor - dieses Mal will sie darauf verzichten.

 

«Ich halte die Entscheidung für falsch», wird Franz Beckenbauer zitiert. Er bedauere, dass sich die Mannschaft nicht in Deutschland bei ihren Fans bedankt. Ein für den 12. oder 13. Juli nach der Rückkehr von der WM geplantes Dankesfest auf der Straße des 17. Juni wie nach der WM 2006 im eigenen Land hatte das Team abgesagt. Kapitän Philipp Lahm hatte es als «unpassend» bezeichnet, sich zwei Tage nach dem Spiel um Platz drei gegen Uruguay feiern zu lassen.

Beckenbauer erinnerte an die große Feier am Brandenburger Tor nach dem Sieg im Spiel um Platz drei gegen Portugal. Damals hatten sich mehr als eine Million Menschen am Berliner Wahrzeichen versammelt und das Team wie in den Wochen zuvor begeistert gefeiert.

Für die meisten Spieler geht es ab in den verdienten Urlaub

Die Nationalmannschaft soll am 12. Juli in Frankfurt/Main landen. Die Lufthansa bringt das Team von Bundestrainer Joachim Löw mit dem Airbus 380 heim. Die Maschine, mit der die DFB-Auswahl bereits nach Südafrika geflogen war, soll um 6.35 Uhr auf Deutschlands größtem Flughafen landen. Danach geht es für die meisten Spieler direkt in Urlaub. Auch am Frankfurter Römer, wo früher traditionell die Abschlusspartys stattfanden, ist keine Feier geplant.

Berliner Fanmeile: Das bestbesuchteste Fanfest

Die Berliner Fanmeile war mit knapp 1,5 Millionen Fans die bestbesuchte Feier der sechs offiziellen Fanfeste des Fußball- Weltverbandes FIFA. Sprecherin Anja Marx hatte mitgeteilt, dass zu den FIFA-Fanfesten in Sydney, Rio de Janeiro, Mexiko-Stadt, Paris, Rom und Berlin vor den beiden Finalspielen bisher rund 3,1 Millionen Besucher gekommen waren. Zum Spiel um Platz drei und zum Finale zwischen den Niederlanden und Spanien werden in Berlin noch einmal rund 500 000 Fans erwartet.

dpa

 

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