Wiso-Umfrage Rathaus-Politiker diskutieren die Studie

Die Fraktions-Chefs im Nürnberger Rathaus: Sebastian Brehm (CSU, links) und Christian Vogel (SPD). Foto: bayernpress

NÜRNBERG OB Ulrich Maly (SPD) ist zufrieden. „Unsere Bewertungen der Verkehrsprojekte Frankenschnellweg und Nordspange teilen viele Nürnberger.” In einer repräsentativen Umfrage der Wiso Nürnberg haben sie sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, dass vorrangig der Frankenschnellweg ausgebaut werden soll. Die Nordanbindung des Flughafens an die Autobahn, die derzeit auf Eis liegt, hat für sie dagegen keine Priorität.

 


Nürnbergs SPD-Chef Christian Vogel freut sich über die „hohe Zustimmung” für die Rathaus-SPD. Im Juli 2010, als die 1004 Nürnberger telefonisch befragt wurden, erreichte die Partei bei der Sonntagsfrage 43,2 Prozent. Nur 0,4 Punkte weniger als bei de Kommunalwahl 2008. „Das zeigt, dass unser Kurs und unsere Themen richtig sind.” Allerdings lehnt er den Einsatz „Schwarzer Sheriffs” ab. Die Befragung hatte ergeben, dass sich die Mehrheit der Nürnberger einen privaten Sicherheitsdienst wünscht.

"Die Union war im Umfragetief!"


Schwer zu kauen hat dagegen CSU-Fraktions-Chef Sebastian Brehm an den Resultaten der Umfrage. Seine Partei rutschte um sechs Punkte auf 26 Prozent ab: „Das ist eine Momentaufnahme. Im letzten Juli hatten wir heftige interne Debatten und Streit im Rathaus-Bündnis. Und auch bundesweit war die Union hier auf einem Umfragetief.”


Was ihn ärgert: „Die Themen, die die Nürnberger für wichtig halten, sind alles Themen der CSU.” Als Beispiel nennt er die Sanierung des städtischen Haushalts oder die Einführung einer Sicherheitswacht. „Es muss uns besser gelingen, dass wir mit unseren Themen wahrgenommen werden.” Dann sei es möglich, dass die CSU bei der nächsten Wahl stärkste Kraft im Rathaus werde.


Bei den Grünen kommen bei der Lektüre der Umfrage Frühlingsgefühle auf. Bei 19,2 Prozent (2008: 7,6%) sehen sie die Forscher. „Das ist doch genial”, sagt Fraktionsvorsitzende Brigitte Wellhöfer. „Wir wollen bei der nächsten Wahl ein deutlich zweistelliges Ergebnis!”

Michael Reiner

 

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