Wiesn-Blaulicht vom 29.09.2017 Sexuelle Belästigungen an Mann und Frau, Maßkrug-Attacken

, aktualisiert am 29.09.2017 - 13:08 Uhr
Ein eher ungewöhnlicher Wiesn-Einsatz: Am Donnerstag hatte es die Polizei mit einer sexuellen Belästigung an einem Mann zu tun. Foto: Felix Hörhager/dpa

Wieder einmal musste die Polizei auf der Wiesn zu schier unglaublichen Einsätzen ausrücken. Unter anderem ging es dabei um sexuelle Übergriffe auf Mann und Frau, mehrere Gewalt-Exzesse sowie dreiste Diebstähle. Das Wiesn-Blaulicht vom 29.09.2017.

München - Auch unter der Woche ist die Wiesn abends gut gefüllt. Das merken auch die Gesetzeshüter, die am Mittwoch und Donnerstag wieder alle Hände voll zu tun hatten. Das Wiesn-Blaulicht der Polizei München vom Freitag.

Österreicher vergeht sich an volltrunkenem Engländer

Taschendiebfahnder, die ihre Runde auf der Wiesn drehten, konnten am Donnerstag gegen 22 Uhr beobachten, wie auf dem "Kotzhügel" ein Mann missbraucht wurde. Ein 26-jähriger Engländer hatte sich offenbar dort niedergelegt, um seinen gewaltigen Rausch auszuschlafen. Ein 46-jähriger Österreicher nutze die Hilflosigkeit des Mannes aus und befriedigte den schlafenden 26-Jährigen oral.

Der 46-jährige Österreicher wurde von den Polizisten festgenommen und in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen eingeleitet.

Taschendiebfahnder schnappen Dirndl-Grapscher

Am Donnerstag gegen 18:20 Uhr fiel Taschendiebfahndern ein 37-jähriger Iraker auf, als dieser in einem Festzelt einer 28-jährigen Amerikanerin unter ihr Dirndl fasste. Der 37-Jährige wurde von den Polizeibeamten festgenommen und zur Wiesn-Wache gebracht. Gegen ihn wird wegen eines sexuellen Übergriffs und sexueller Nötigung ermittelt.

Frau begrapscht, Freund mit Maßkrug verprügelt

Ein bislang noch unbekannter Täter griff hinter den großen Festzelten in der in der Anlieferstraße Mitte zunächst einer 24-jährigen Münchnerin unter den Rock. Als ihr 29-jähriger Freund dies mitbekam, ging er dazwischen. Unvermittelt wurde er daraufhin von dem Unbekannten mit einem Maßkrug viermal gegen den Kopf geschlagen.

Der 29-Jährige erlitt eine blutende Platzwunde am Kopf und musste zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Täter flüchtete zu Fuß in unbekannte Richtung. Während der Flucht verlor er seine Oberbekleidung. Eine Personenbeschreibung des Täters konnte nicht abgegeben werden.

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Engländer schmeißt Maßkrug und trifft Mann am Kopf

Ein 37-Jähriger feierte am Donnerstag gegen 22 Uhr mit seinen Arbeitskollegen in einem Festzelt, als er plötzlich von einem Maßkrug am Kopf getroffen wurde. Er wurde dabei so schwer verletzt, dass er zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Durch die Zeugenaussagen der Arbeitskollegen sowie der Personen an den Nachbartischen konnte schließlich ein 50-jähriger Engländer als mutmaßlicher Täter identifiziert werden. Er kam nach den polizeiliche Maßnahmen gegen Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 2.000 Euro wieder auf freien Fuß.

Schlägerei beginnt im Zelt und endet davor

In einem Festzelt kam es zwischen einem 19-jährigen Auszubildenden und zwei 28-jährigen Juristen am Mittwoch gegen 21 Uhr zu einem Streit. Schließlich schlug der 19-Jährige einen der beiden 28-Jährigen. Der Ordnungsdienst des Festzelts bemerkte den Streit und warf die Streithähne raus. Vor dem Festzelt trafen die Kontrahenten dann erneut aufeinander und die Auseinandersetzung kam erneut ins Rollen.

Diesmal schlugen die beiden 28-Jährigen auf den 19-Jährigen ein. Einer der beiden Juristen schlug schließlich mit einem Maßkrug zu. Dabei erlitt der 19-Jährige eine Kopfplatzwunde und musste zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die beiden 28-Jährigen wurden festgenommen und wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt.

Diebstahl-Versuch endet nach Kotz-Anfall

Taschendiebfahnder aus Ungarn konnten am Mittwoch, gegen 23:15 Uhr, einen 40-jährigen Bulgaren dabei beobachten, wie er im Umfeld des Festgeländes im Schutz der Dunkelheit gezielt nach schlafenden Personen Ausschau hielt.

Dabei näherte er sich einem 47-Jährigen, der auf einer Bank saß und nach vorne gebeugt schlief. Diese Situation nutzte der 40-Jährige aus, setzte sich neben den Schlafenden und tastete ihn ab. Er griff in eine Hosentasche, konnte jedoch nichts finden. Ein erneuter Versuch, die Taschen des 47-Jährigen abzutasten, scheiterte jedoch, da dieser kurz aufwachte und sich übergeben musste.

Noch bevor sich der Taschendieb von dem Geschädigten entfernten konnte, wurde er von den Taschendiebfahndern festgenommen. Da er in Deutschland über keinen festen Wohnsitz verfügt, wurde er der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt.

Jackendieb nach Zeltschluss erwischt

Taschendiebfahndern fiel am Donnerstag, gegen 22:45 Uhr, ein 29-jähriger Italiener auf, der während der Festzeltschließung die Gänge des Zeltes ablief und offensichtlich nach liegengebliebenen Wertgegenständen Ausschau hielt.

Dabei entdeckte der 29-Jährige im hinteren Bereich des Zeltes zwei Jacken, die über einem Geländer abgelegt waren. In diesem Bereich hielten sich auch noch Festzeltbesucher auf. Trotz der noch anwesenden Gäste nahm der 29-Jährige die beiden Jacken an sich, wickelte sie zusammen und entfernte sich zügig.

Am Ausgang des Festzeltes erfolgte die Festnahme durch die Taschendiebfahnder. Da der 29-jährige Italiener in Deutschland über keinen festen Wohnsitz verfügt, wurde er in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Dort wird er dem zuständigen Richter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

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