Wiesn-Blaulicht vom 01.10.2017 Falschgeld-Zwischenfälle, "Heil Hitler"-Rufe, Zelt-Prügelei

, aktualisiert am 01.10.2017 - 14:37 Uhr


Am Wochenende ist die Polizei auf der Wiesn besonders häufig im Einsatz. Foto: Marc Müller/dpa

Mehrere Zwischenfälle mit Falschgeld

Mit einer 50-Euro-Blüte wollte ein 44-jähriger Inder in einem Festzelt eine Ochsensemmel kaufen. Die aufmerksame Verkäuferin bemerkte den versuchten Betrug und verständigte daraufhin die Polizei. Zur Herkunft des falschen Geldscheins verstrickte sich der Mann in Widersprüche. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen Inverkehrbringens von Falschgeld und versuchten Betrugs.

Die Polizei berichtet noch von einem zweiten Falschgeld-Vorfall: Ein 36-jähriger Brite wollte an einer Schänke außerhalb eines Festzelts mit zwei gefälschten 50-Euro-Scheinen bezahlen. Eine 50-jährige Angestellte bemerkte, dass es sich dabei um Falschgeld handelte und rief die Polizei. Nach der Festnahme und einem Aufenthalt auf der Wache, wurde er der Haftanstalt der Polizei München überstellt.

Kurz danach wollte ein 26 Jahre alter Deutscher an der gleichen Stelle ebenfalls mit einer Blüte bezahlen – diesmal war es ein 20-Euro schein. Auch diesmal bemerkte die aufmerksame Angestellte den Betrug.

Zellentür hochgeklettert - Mann verletzt sich

Dass sich manche Wiesn-Gäste oft mehr als danebenbenehmen, bewies ein 26-jähriger Schweizer am Samstagabend eindrucksvoll. Nachdem er mehrmals versucht hatte, auf die Gleise einer Achterbahn zu laufen, wurde er von der alarmierten Polizei in Gewahrsam genommen. Den Ordnern zufolge wollte der Schweizer ähnliche Aktionen schon in den Tagen zuvor machen.

In der Haftzelle kletterte der Betrunkene dann die Gittertür seiner Zelle nach oben, um dort die außerhalb angebrachte Videokamera zu beschädigen. Doch es blieb beim Versuch – der Mann fiel zu Boden und schlug mit dem Hinterkopf auf. Nach der Versorgung durch den Rettungsdienst kam der Schweizer ins Krankenhaus.

Italiener von vier Briten verprügelt

Brutale Schlägerei in einem Wiesn-Zelt: Eine Gruppe von Briten (26, 28, 30, 32) geriet mit einem 23 Jahre alten Italiener und dessen Freunden am Nachbartisch in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung schlugen die vier Briten gemeinsam auf den Italiener ein – dieser musste mit Schwellungen am Jochbein und dem Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus gebracht werden. Das Schläger-Quartett kam auf die Wiesn-Wache und anschließend zur Klärung der Haftfrage in die Haftanstalt der Polizei München.

Franzose zeigt Beamten den "Hitlergruß"

Beinahe kein Wiesn-Tag vergeht ohne einen Besucher, der den "Hitlergruß" zeigt – so auch wieder am Samstagabend geschehen. Als eine Polizei an einem 36-jährigen Franzosen vorbeiging, rief dieser laut "Heil Hitler" und zeigte den "Hitlergruß". Dazu deutete er mit zwei Fingern auch einen Oberlippenbart an.

Daraufhin nahmen ihn die Beamten vorläufig fest. Während des Wegs auf die Wache beschimpfte der Franzose die Polizisten als "Nazis, Hitler und Rassisten" und schrie "Scheiß Deutschland".

Den Franzosen erwartet nun eine Anzeige wegen Beleidigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde er zur Klärung der Haftfrage der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt.

Gefährliches Einhandmesser im Einsatz

Ein 28-jähriger Wiesn-Besucher stritt sich mit Security-Mitarbeitern, weil diese ihn nicht ins Festzelt ließen. Während der Auseinandersetzung hielt er ein noch zugeklapptes Einhandmesser hinter seinem Rücken. Einer der Sicherheitsdienst-Mitarbeiter entdeckte die Waffe und brachte den Mann daraufhin zu Boden. Danach wurde er der verständigten Polizei übergeben.

Den 28-Jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und gegen die Oktoberfestverordnung. Das Einhandmesser wurde sichergestellt.

Gefälschter Schützen-Ausweis: Betrug fliegt auf

Mit einem speziellen Schützen-Ausweis kann man auch ins Schützenzelt, wenn dieses eigentlich schon geschlossen ist. Diesen Vorteil wollte ein 37-jähriger Deutsch-Amerikaner nutzen, um mit seiner Begleitung ins Zelt zu gelangen. Blöd nur, dass der Ausweis gefälscht war und der Schwindel aufflog. Nun erwartet den 37-Jährigen eine Anzeige wegen Urkundenfälschung.

Lesen Sie hier das Wiesn-Blaulicht vom vergangenen Freitag

 

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