Wichtige Aufsichtsratssitzung TSV 1860: Michael Köllner - "Mag sein, dass ich vermitteln kann"

Trainer des TSV 1860: Michael Köllner Foto: sampics/Augenklick

Am Mittwoch steht die wichtige Aufsichtsratssitzung beim TSV 1860 an. Auch Michael Köllner wird bei dem Treffen dabei sein, der Trainer will sich derweil weiter auf das Wesentliche fokussieren: "Am Ende geht es bei Sechzig München um Fußball."

 

München - Sportlich läuft es beim TSV 1860 derzeit rund, der Streit der Gesellschafter schwelt aber weiterhin auf Giesings Höhen. Die tiefen Gräben zwischen Verein und Investor dürften auch bei der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch Thema sein. Der Grund? Die Löwen sind einmal mehr auf eine Unterschrift von Hasan Ismaik angewiesen.

Bis zum 31. Dezember muss der Jordanier Darlehen in Höhe von knapp fünf Millionen Euro in Genussscheine umwandeln lassen, um eine Verschlechterung von Sechzigs Eigenkapitalquote zu verhindern. Verweigert Ismaik seine Unterschrift, droht den Löwen als Wiederholungstäter eine Strafe von zehn Prozent der Summe, was rund 500.000 Euro entspricht. Viel Geld für die notorisch klammen Sechzger!

Michael Köllner: Der TSV 1860 ist "sehr geschlossen"

Wirklich wahrscheinlich scheint dieses Szenario allerdings nicht zu sein. Wie Hasan Ismaik im AZ-Interview Mitte November versicherte, werde er seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. "Man kennt ja die finanzielle Lage, ich kenne meine finanzielle Verpflichtungen – und werde ihnen nachkommen", meinte der Jordanier. Auch die Kluboberen um Präsident Robert Reisinger wiesen mehrfach von sich, auf eine Insolvenz hinzuarbeiten - zumindest, sollte sich Ismaik "rational" verhalten.

Cheftrainer Michael Köllner wird ebenfalls bei der Aufsichtsratssitzung anwesend sein. "Es ist geplant, dass ich dort heute antanze und mich vorstelle. Mag sein, dass ich vermitteln kann", sagte der 49-Jährige, der den Verein jedoch als "sehr geschlossen" wahrnimmt.

Köllner-Appell: Der Fußball muss Priorität haben!

Der Oberpfälzer will sich ohnehin vermehrt auf das Wesentliche konzentrieren. "In erster Linie interessiert mich der Sport. Und wenn ich den Sport in Haching gesehen habe, waren da alle möglichen Leute auf dem Fußballplatz, die sich - angeblich - sonst nicht so gerne begegnen. Ich nehme eine starke Einheit wahr und ich nehme vor allen Dingen eins wahr: Dass den Leuten der Sport am Herzen liegt", meinte Köllner am Mittwoch: "Am Ende geht es bei Sechzig München um Fußball. Wenn wir es schaffen, dass der Fußball Priorität hat, wird das schon alles funktionieren."

Wenn das in Giesing nur so einfach wäre...

 

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