Wer weicht dem Bayern-Star? Boateng bald zurück: Luxusproblem für Ancelotti

Zurück zu alter Stärke: Javi Martínez. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Javi Martínez läuft zu alter Galaform auf, Jérôme Boateng ist auf dem Sprung zurück in den Kader, Mats Hummels schwächelt ein wenig: Wie formiert Bayern-Trainer Carlo Ancelotti demnächst seine Innenverteidigung?

 

München - Seine Leidenszeit ist vorbei, unter dem neuen Trainer Carlo Ancelott blüht er richtiggehend auf: Javi Martínez stand in allen vier Pflichtspielen dieser Saison in der Startformation des FC Bayern. Der Spanier überraschte den Italiener nach dessen eigenen Worten schon in der ersten Runde des DFB-Pokals in Jena (5:0) und gehörte auch beim 2:0 zuletzt auf Schalke zu den besten Münchnern.

Genau das macht die Sache richtig spannend: Denn Jérôme Boateng vollzog vor dem Champions-League-Start am Dienstag (20.45 Uhr bei Sky und im AZ-Liveticker) den nächsten Schritt zum Comeback - es ist also nur eine Frage der Zeit, wann der Weltmeister seine Ansprüche anmeldet.

Wer muss dem "Boss" dann weichen? Mats Hummels zeigte zumindest gegen Schalke ungewohnte Schwächen, Ancelotti könnte ins Grübeln kommen - und über einem Luxusproblem brüten.

Martínez` brillanter Pass vor dem 1:0 von Robert Lewandowski gegen Schalke dürfte den Coach genauso begeistert haben wie die 71 Prozent gewonnenen Zweikämpfe und 82 Ballkontakte.

Auch eine Option im Mittelfeld

Gegen Rostov am Dienstag hat der 27-Jährige die Chance, sich noch einmal in der Innenverteidigung zu beweisen, für das Bundesligaspiel gegen Ingolstadt ist aber aller Voraussicht nach Boateng wieder fit.

Martínez wäre selbstverständlich auch eine Option im Mittelfeld. Genau da war er im Herbst 2013 eine durchgängige Arbeitskraft, ehe ihn Pep Guardiola in die Abwehr zurückzog. Aber im Münchner Mittelfeld ist die Konkurrenz naturgemäß sehr, sehr groß.

Zur Erinnerung: Den Großteil der vergangenen Rückrunde hatte Martínez wegen seiner Knieprobleme verpasst, fehlte dann praktisch die gesamte Saison 2014/2015.

Dass man beim Rekordmeister auf den Spanier baut, zeigten die Verantwortlichen, als sie seinen Vertrag im Dezember 2015 bis 2021 verlängerten. Muss am Ende gar der verlorene Sohn Mats Hummels auf die Bank, wenn Boateng wieder da ist?

 

8 Kommentare