Weltpremiere in den USA E-Klasse greift nach den Sternen

Business-Limousine in Bestform: die neue E-Klasse von Mercedes-Benz repräsentiert die Vorstufe zum autonomen Fahren. Foto: BK

Die neue Business-Limousine mit jeder Menge zukunftsweisender Technik für (fast) autonomes Fahren feiert in Detroit eine umjubelte Weltpremiere.

 

 

Detroit - Die neue Mercedes E-Klasse ist gegenüber ihrem Vorgänger geradezu ein Quantensprung: Die schwäbischen Ingenieure haben derartig viele Neuerungen in ihre Business-Limousine gepackt, dass es locker auch für zwei Modell reichen würde. Vor allem in Sachen autonomes Fahren ist die Marke mit Stern einen gewaltigen Schritt weitergekommen. Der neue Leistungsträger feiert gerade in Detroit auf der Autoshow seine Weltpremiere.

 

Wo überhaupt anfangen bei all dem Neuen, Zukunftsweisenden? Vielleicht beim Assistenzsystem namens Drive Pilot, der nächsten Stufe hin zum Auto, das eigentlich keinen Fahrer mehr braucht. Es hält auf Autobahnen und Landstraßen nicht nur den korrekten Abstand zu vorausfahrenden Autos, sondern folgt ihnen erstmals auch bis Tempo 210. Der Fahrer erspart sich das Gasgeben und Bremsen und wird auch bei der Lenkarbeit unterstützt, „sogar in moderaten Kurven“, so ein Mercedes-Sprecher. Bisher einzigartig ist die Fähigkeit des Systems, die E-Klasse bis 130 km/h auch ohne eindeutige Straßenmarkierungen zu lenken, etwa in Baustellen. Dadurch soll der Fahrer gerade beim Kolonnenfahren und im Stop and Go entlastet werden. Neu ist auch der aktive Spurwechsel-Assistent, der per Blinkerhebel aktiviert wird und die nächste Möglichkeit nutzt, die sich im Verkehrsgetümmel bietet. Weitere Helfer sind der aktive Brems-Assistent mit Kreuzungsfunktion und der Ausweich-Lenk-Assistent. Erstmals lässt sich die E-Klasse – wie der 7er BMW – jetzt auch per Smartphone-App von außen ein- und ausparken.

Weitere Highlight der Business-Klasse mit Stern sind die Multibeam-Scheinwerfer mit 84 einzeln angesteuerten Hochleistungs-LED, der Pre-Safe-Sound, der das Ohr bei Kollisionsgefahr auf den zu erwartenden Crash-Lärm vorbereitet, die kabellose Multifunktions-Telefonie mit induktivem Ladesystem und die Möglichkeit, das eigene Smartphone als Fahrzeugschlüssel zu verwenden.

Das ist wirklich eine ordentliche Portion Innovation – aber längst noch nicht alles. Innen geht es ansatzlos weiter: Etwa mit den auf Wunsch installierten zwei hochauflösenden Displays mit je 12,3 Zoll Bilddiagonale, die unter einem gemeinsamen Deckglas zu einer scheinbar frei schwebenden Einheit verschmelzen: Links als Kombiinstrument ein Display mit virtuellen Instrumenten, daneben das Zentral-Display über der Mittelkonsole. Ebenfalls neu sind berührungssensitive Touchcontroller am Lenkrad, die wie beim Smartphone mit Finger-Wischbewegungen bedient werden, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. Dazu gibt es den Controller in der Mittelkonsole, der auch Handschriften erkennt, eine Sprachsteuerung und programmierbare Tasten etwa für die Klimatisierung und erstmals auch zum Ein- und Ausschalten einzelner Fahrerassistenzsysteme.

Je nach Geschmack des Besitzers werden für die Inneneinrichtung edle Hölzer im Yachting Look oder ein neuartiges Metallgewebe angeboten. Dazu kommen natürlich Chrom und Leder und eine optionale LED-Ambientebeleuchtung mit 64 Farben, die sogar die Hochtöner des Burmester-Soundsystems lichttechnisch inszeniert.

Zum Start im Frühsommer bietet Mercedes zunächst nur zwei mit einer Neunstufen-Automatik gekoppelte Motoren an: Den E 200 mit 184 PS starkem Benziner und den E 220 d, der aus zwei Litern Hubraum 195 PS holt und mit einem Normverbrauch von nur 3,9 Litern auftrumpft. Kurz darauf werden noch der E 350 d mit 258 PS und der Plug-in-Hybrid namens E 350 e mit einer Systemleistung von 279 PS nachgereicht. Später folgen noch ein Einstiegsbenziner mit 150 PS und ein Sechszylinder-Benziner mit 333 PS.

 

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