Weltmeister kritisiert Ex-Bayern-Coach Götze tritt nach: Guardiola fehlt es an Empathie

Nicht immer einer Meinung: Pep Guardiola und Mario Götze Foto: Huebner/Imago

Ex-Bayer Mario Götze erhebt schwere Vorwürfe gegen Pep Guardiola und macht ihn für sein Scheitern beim FC Bayern mitverantwortlich. Auch Matthias Sammer kritisiert Götzes schwierige Situation beim Rekordmeister.

München - Harte Worte von Mario Götze über Bayerns Ex-Trainer Pep Guardiola. Anlässlich der DAZN-Dokumentation über den WM-Helden von 2014 "Being Mario Götze - Eine deutsche Fußballgeschichte" spricht der 26-Jährige Klartext über seine schwierige Situation beim Rekordmeister.

2013 wechselte Götze für 37 Millionen vom Erzrivalen Borussia Dortmund nach München und hatte es auf Anhieb schwer beim damaligen Trainer Guardiola. "Es war nicht leicht für mich, gerade weil ich von Kloppo gekommen bin, der wie ein fußballerischer Vater war. Pep war der komplette Unterschied", so Götze: "Für einen Weltklasse-Trainer gehört Empathie dazu, jeder Sportler ist auch Mensch und man sollte beides vereinen."

Götze zweifelt an Guardiolas menschlichen Fähigkeiten

Dabei äußerte Götze keine Zweifel an der sportlichen Kompetenz seines Trainers. Im Gegenteil: "Pep Guardiola war fachlich einer der besten Trainer, eine enorme Bereicherung. Ich hatte aber das Gefühl, dass er nur in dem Raster denkt und den Menschen und das Drumherum außen vor lässt. Die Empathie war nicht so ausgeprägt".

Sammer kritisiert Götzes Situation beim FC Bayern

Empathie, die der damals 21-Jährige dringend gebraucht hätte. Das sieht auch der ehemalige Sportvorstand Matthias Sammer so. "Mario hat bei den Bayern zu wenig Liebe und Anerkennung bekommen", behauptet Sammer: "Mario mit seinen tiefgängigen Denkweisen muss Liebe und Vertrauen spüren, er muss unantastbar sein."

Auch beim BVB hat Götze mittlerweile seine Probleme

Unantastbar war Götze bei Guardiola, der laut Sammer "manchmal zu wenig Ruhe und Souveränität bei Entscheidungen" ausstrahlte, nie. Auch ein Grund warum Götze die hohen Erwartungen des FC Bayern nicht erfüllen konnte. Mittlerweile spielt er wieder bei Dortmund. Aber auch da hatte er mittlerweile so seine Probleme mit Trainer Peter Stöger, von dem er "sehr enttäuscht" sei über die öffentliche Kritik an seiner Person.

Sein Final-Tor 2014 gegen Argentinien in der WM 2014 bleibt unvergessen, seine aktuellen Leistungen dagegen sind wenig überzeugend. Mittlerweile gehört er nicht mehr zum WM Aufgebot von Joachim Löw. 

 

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