"Weitere Verletzung wäre suboptimal" Manuel Neuers Arbeit am Comeback: Fortschrittlich

"Ich muss mir einfach die Zeit nehmen und so lange pausieren, bis alles 100 Prozent in Ordnung ist", sagt Welttorhüter Manuel Neuer vom FC Bayern, der mit einem Fußbruch seit Monanten ausfällt. Aber die Reha in der Sonne (kleines Bild) scheint zu wirken. Foto: dpa/Twitter

Neuer arbeitet beständig auf sein Comeback beim FC Bayern hin. Bundestrainer Löw ist sicher, dass der Welttorhüter zur WM fit wird. "Wenn er zurück kommt, ist er die Nummer eins", sagt ter Stegen.

 

Bye-bye Sonne - willkommen zurück im Münchner Winter! Torhüter Manuel Neuer hat seinen zehntägigen Urlaub in Thailand (32 Grad Celsius) mit Ehefrau Nina beendet und das Training an der Säbener Straße (-3 Grad) wieder aufgenommen. Bereits am Montag, einen Tag nach seiner Rückkehr, schuftete der Nationalkeeper für sein Comeback - immerhin im Kraftraum und nicht in der Kälte.

Die erwartete Neuer dann bei seinem nächsten Termin: Das Achtelfinal-Hinspiel des FC Bayern in der Champions League gegen Besiktas Istanbul will Neuer als Fan auf der Tribüne der Allianz Arena verfolgen.

"Eine weitere Verletzung an dem Knochen wäre suboptimal für mich"

Wie lang der 31-Jährige diese Rolle nach seinem Mittelfußbruch noch einnimmt? Das ist eine der wichtigsten Fragen im deutschen Fußball. "Ich bin felsenfest überzeugt, dass Manu vorher bei uns schon Spiele macht und auch zur WM geht", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes kürzlich zu Neuers Aussichten, bei der Weltmeisterschaft in Russland im Sommer dabei zu sein. Neuer selbst betonte, dass es jetzt wichtig sei, "nur keine Fehler" zu machen: "Eine weitere Verletzung an dem Knochen wäre suboptimal für mich." Suboptimal - und wohl gleichbedeutend mit dem Karriereende des Ausnahmetorhüters. "Deshalb muss ich mir einfach die Zeit nehmen und so lange pausieren, bis alles 100 Prozent in Ordnung ist", sagte Neuer weiter.

Er und die Bayern gehen kein Risiko ein. "Ich baue keinen Druck auf", sagte Heynckes, der mit Sven Ulreich einen starken Vertreter aufbieten kann. Der Bayern-Coach unterstützte den Plan, Neuer für ein paar Tage in die Sonne zu schicken. Der "Tapetenwechsel" tue Neuer gut, so Heynckes. Sein Stammkeeper sei "gut drauf. Er macht sehr gute Fortschritte." In Thailand absolvierte Neuer vor allem Übungen mit einem Gummiband, um die Muskulatur in den Beinen und damit seine Stabilität zu stärken. In München soll der Keeper nun Schritt für Schritt aufgebaut werden - einen genauen Comeback-Plan gibt es nicht.

Auch für die Nationalmannschaft und Bundestrainer Joachim Löw ist die Personalie Neuer von größter Bedeutung. "Ich bin mit ihm in Kontakt, es läuft alles nach Plan. Ich bin entspannt", sagte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke in der ARD. Der Europameister von 1996 verwies auf die Vorbereitung vor der WM 2014, in der Neuer ebenfalls an einer Verletzung an der Schulter laboriert hatte. "Manu hat damals gezeigt, dass er nicht viel Anlauf braucht. Er hatte sich im Pokalfinale verletzt und dann bis zum WM-Start kaum trainiert", so Köpke. Neuer werde in dieser Saison "noch Spiele in der Bundesliga und Champions League machen, und dann haben wir noch die ganze WM-Vorbereitung", führte Köpke aus. "Ich bin guter Dinge und weiß, dass ich in der Rückrunde noch spielen werde", hatte Neuer selbst Ende Januar gesagt. Er bleibt optimistisch.

"Wir versuchen ihn dabei zu unterstützen, zu alter Stärke zu finden"

Seine Kollegen haben jedenfalls keinen Zweifel daran, dass es Neuer rechtzeitig zur WM in Topform schafft. "Wenn Manuel Neuer zurückkommt, ist er die Nummer eins", sagte Barcelona-Keeper Marc-André ter Stegen, die deutsche Nummer zwei, bei ESPN: "Er verdient diesen Respekt. Und wir alle versuchen ihn dabei zu unterstützen, wieder zur alten Stärke zurück zu finden. Wir sind eine Mannschaft und wollen mit Deutschland erfolgreich sein. Deshalb pushen wir uns immer gegenseitig."

Ter Stegen wäre die erste Alternative, falls Neuer die WM verpasst. Doch davon will aktuell niemand ausgehen.

 

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